10 verschiedene Rapsöle im Vergleich – zur ausgewogenen Zubereitung eurer Speisen – unser Test bzw. Ratgeber 2020

Rapsöl war lange Zeit unbeachtet, dabei enthalten die Samen der goldleuchtenden Pflanze zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Zu ihnen gehören unter anderem ein hoher Anteil der gesunden, mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Studien belegen, dass Rapsöl euren Körper bei vielen wichtigen Funktionen unterstützt, entzündungshemmend wirkt und vielen Krankheiten vorbeugen kann. Auch geschmacklich überzeugt Rapsöl, denn hochwertige naturbelassene Öle haben ein mildes, nussiges Aroma. Ihr könnt Rapsöl in eurer Küche vielseitig einsetzen, beispielsweise zum Verfeinern von Salaten, Soßen, Dressings oder Smoothies.

Aber auch zur Körperpflege, besonders bei trockener Haut, ist Rapsöl wirklich gut geeignet und pflegend. Innerhalb der Rapsöle gibt es große Unterschiede. Zum einen im verwendeten Saatgut, zum anderen im Herstellungsprozess. Es gibt kaltgepresste und raffinierte Rapsöle. Letztere eignen sich zum Braten, Backen und Kochen. Allerdings haben raffinierte Rapsöle auch Nachteile, da beim Herstellungsprozess einige wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.

In unserem ausführlich recherchierten Ratgeber erfahrt ihr alles über Rapsöl, die Herstellung, welche Fettsäuren es gibt und wie sich diese in ihrer Wirkung unterscheiden. Außerdem gehen wir darauf ein, worauf ihr beim Verzehr und beim Rapsölkauf achten solltet und wie ihr die jeweiligen Rapsöle am besten in eurer Küche einsetzt. Ihr erfahrt auch, ob die Stiftung Warentest oder Öko Test einen Rapsöl-Test durchgeführt haben und wie dieser ausgefallen ist. Zuvor stellen wir euch aber in unserem Rapsöl-Vergleich 10 verschiedene Rapsöle mit ihren jeweiligen Einsatzmöglichkeiten vor.

4 qualitativ hochwertige Rapsöle im ausführlichen Vergleich

Albaöl Rapsöl
Bio-Qualität
Menge
3 x 750 Milliliter
Kaltgepresst
Zum Erhitzen geeignet
Verpackungsart
PET-Flasche
Geschmack
Buttergeschmack
Einfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
64 Gramm
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
29 Gramm
Gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
7 Gramm
Häufige Fragen FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei 19,90€ 27,95€
RAPUNZEL Bio-Rapsöl
Bio-Qualität
Menge
750 Milliliter
Kaltgepresst
Zum Erhitzen geeignet
Verpackungsart
Lichtgeschützte Glasflasche
Geschmack
Mild
Einfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
61,8 Gramm
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
30,6 Gramm
Gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
7,2 Gramm
Häufige Fragen FAQ
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Erhältlich bei 5,46€ 4,40€
Fandler Bio-Rapsöl
Bio-Qualität
Menge
250 Milliliter
Kaltgepresst
Zum Erhitzen geeignet
Verpackungsart
Lichtgeschützte Glasflasche
Geschmack
Mild / Nussig
Einfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
65 Gramm
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
27 Gramm
Gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
8 Gramm
Häufige Fragen FAQ
Zum Angebot
Erhältlich bei 7,75€ Preis prüfen
Original Rügener Rapsöl
Bio-Qualität
Menge
1 Liter
Kaltgepresst
Zum Erhitzen geeignet
Verpackungsart
Lichtgeschützte Schmuckdose
Geschmack
Nussig
Einfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
Keine Angabe
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
Keine Angabe
Gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
7 Gramm
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Zum Angebot
Erhältlich bei 17,50€ Preis prüfen
Abbildung
Modell Albaöl Rapsöl RAPUNZEL Bio-Rapsöl Fandler Bio-Rapsöl Original Rügener Rapsöl
Bio-Qualität
Menge
3 x 750 Milliliter 750 Milliliter 250 Milliliter 1 Liter
Kaltgepresst
Zum Erhitzen geeignet
Verpackungsart
PET-Flasche Lichtgeschützte Glasflasche Lichtgeschützte Glasflasche Lichtgeschützte Schmuckdose
Geschmack
Buttergeschmack Mild Mild / Nussig Nussig
Einfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
64 Gramm 61,8 Gramm 65 Gramm Keine Angabe
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
29 Gramm 30,6 Gramm 27 Gramm Keine Angabe
Gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm
7 Gramm 7,2 Gramm 8 Gramm 7 Gramm
Häufige Fragen FAQ FAQ FAQ FAQ
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Weitere Produkte zur Förderung eurer Gesundheit

Olivenöl

1. Albaöl Rapsöl – schwedische Rapsölzubereitung mit Buttergeschmack im 3er-Pack

Beim Albaöl Rapsöl handelt es sich um eine schwedische Rapsölzubereitung, die im Rapsöl-Test der Stiftung Warentest von Juli 2007 überzeugend gute Ergebnisse erzielte. Die Stiftung Warentest schreibt, dass die Zusammensetzung bei diesem Rapsöl nahezu ideal sei. Der Anteil gesättigter Fettsäuren ist sehr gering, derjenige gesunder einfach gesättigter Fettsäuren dafür mit 60 Prozent sehr hoch. Außerdem enthält das Albaöl Rapsöl noch circa 8 bis 10 Prozent Alpha-Linolensäure – also die für euer Herz-Kreislauf-System so gesunde pflanzliche Omega-3-Fettsäure.

Laut Herstellerangaben beträgt der Anteil der einzelnen Fettsäuren bei diesem golden leuchtenden Rapsöl pro 100 Milliliter 7 Gramm gesättigte Fettsäuren, 64 Gramm einfach ungesättigte sowie 29 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Bei den Anwendern ist dieses Rapsöl sehr beliebt und schneidet sehr gut ab.

Was sind Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren? Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie werden auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet, da euer Körper sie nicht selbst herstellen, sondern nur über die Nahrung aufnehmen kann. Diese beiden Fettsäuren haben einen hohen gesundheitlichen Stellenwert, da sie auch entzündungshemmend wirken und vielen ernsthaften Erkrankungen vorbeugen. Welche Fettsäuren es noch gibt und welche Rolle sie für eure Gesundheit spielen, erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

Trotzdem das Albaöl Rapsöl nicht kaltgepresst, sondern raffiniert ist, weist es diese guten Werte auf und wird von der Stiftung Warentest empfohlen. Der Hersteller verwendet laut eigenen Angaben keine Gentechnik. Zudem ist dieses Rapsöl gluten- und laktosefrei sowie für Allergiker geeignet. Der Rauchpunkt liegt bei 220 Grad, sodass ihr es sowohl zum Verfeinern kalter Speisen, als auch zum Braten, Kochen und Backen verwenden könnt. Durch den feinen Buttergeschmack könnt ihr es sogar anstelle von Margarine oder Butter auf eurem Brot verwenden, indem ihr kleine Mengen davon auf die Backware pinselt. Das Rapsöl ist ab dem Tag der Abfüllung für 1 Jahr haltbar. Ihr findet das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung.

Laut Hersteller wird für das Albaöl Rapsöl die erste Pressung verwendet. Diese wird aus der Rapssaat gepresst, gefiltert und mit reinem Wasserdampf gewaschen. Im Anschluss wird es mit Leinöl, einem Emulgator, Beta-Carotin, Butteraroma sowie Vitamin E angereichert. Die Haltbarkeit ab Abfülldatum beträgt 1 Jahr. Der Hersteller empfiehlt das Rapsöl an einem kühlen und dunklen Ort bei ungefähr 10 bis 20 Grad zu lagern.

FAQs

Bis maximal wie viel Grad kann ich das Albaöl Rapsöl erhitzen?

Ihr könnt dieses Rapsöl laut Hersteller bis maximal 220 Grad erhitzen.

Handelt es sich um eine Glas- oder Kunststoffflasche?

Laut der Angabe eines Käufers handelt es sich um eine feste Kunststoffflasche.

Wird dieses Rapsöl kaltgepresst?

Dazu macht der Hersteller keine Angabe. Auf der Verpackung steht, es sei mechanisch gepresst und bei der Stiftung Warentest haben wir einen Hinweis darauf gefunden, dass es raffiniert ist.

Ist der Buttergeschmack sehr intensiv?

Laut der Nutzerkommentare ist der Buttergeschmack beim Albaöl Rapsöl eher dezent.

2. RAPUNZEL Bio-Rapsöl – auch als Beikost für Babybrei geeignet

Das RAPUNZEL Bio-Rapsöl hat eine goldgelbe, leicht grünliche Farbe und laut Hersteller einen leicht nussigen Geschmack. Leider finden wir weder auf der Herstellerwebseite, noch in der Produktbeschreibung Hinweise auf die Art der Pressung. Dafür jedoch in den beantworteten Kundenfragen. Dort hat sich ein Kunde direkt an den Hersteller gewendet, der geantwortet hat, dass es sich um eine Kaltpressung handelt, die anschließend noch mit heißem Wasserdampf behandelt wird.

Die Zutaten für das RAPUNZEL Rapsöl stammen den Herstellerangaben nach aus kontrolliert biologischem Anbau. Bitte lasst euch von der Produktbeschreibung bei Amazon nicht verwirren, denn dort steht, das Rapsöl sei aus einer Sesamsaat. Diese Angabe ist nicht korrekt. Es handelt sich natürlich um eine Rapssaat.

Wer steht hinter RAPUNZEL? RAPUNZEL Naturkost gibt es bereits seit 1974 und ist einer der führenden Bio-Hersteller in Europa. Die Gründer Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen begannen seinerzeit mit einem kleinem Naturkostladen im bayerischen Augsburg. Heute zählt das Unternehmen mehr als 380 Mitarbeiter und ist mit seinen zahlreichen Produkten international bekannt und vertreten. Welche Rapsöl-Hersteller es noch gibt, erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

Das RAPUNZEL Premium-Bio-Rapsöl enthält 750 Milliliter und wird in einer Glasflasche geliefert. Laut Herstellerangabe sehen die Anteile der unterschiedlichen Fettsäuren pro 100 Milliliter so aus: Gesättigte Fettsäuren 7,2 Gramm, einfach ungesättigte Fettsäuren 61,8 Gramm sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren 30,6 Gramm. Bitte lagert auch dieses Rapsöl vor Sonnenlicht geschützt bei kühlen Temperaturen.

Wir empfehlen dieses Rapsöl zum Verfeinern kalter Gerichte oder zum leichten Dünsten. Zum Braten, Backen und Kochen solltet ihr ein raffiniertes Rapsöl mit einem hohen Rauchpunkt verwenden. Zum Rauchpunkt dieses Bio-Rapsöls finden wir keine Angaben. Wenn ihr diesen wissen möchtet, schreibt bitte den Hersteller direkt an.

Da es sich um ein kaltgepresstes Bio-Rapsöl handelt, welches zudem keinen ausgeprägten Eigengeschmack hat, könnt ihr es bedenkenlos als Beikost für euren Babybrei verwenden. Anwender berichten, damit sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben.

FAQs

Wird das RAPUNZEL Bio-Rapsöl kaltgepresst?

Laut Herstellerangaben wird die Rapssaat kaltgepresst. Anschließend werden ihr durch heißen Wasserdampf intensive Geschmacksstoffe entzogen. Die Höhe der Temperatur erfahrt ihr durch eine direkte Anfrage beim Hersteller.

Kann ich dieses Rapsöl als Beikostöl für Babybrei verwenden?

Einige Nutzer schreiben, dass sie das RAPUNZEL Bio-Rapsöl als Öl für Babybrei verwenden und es ihren Babys sowohl schmeckt, als auch gut bekommt.

Aus welchem Land stammen die Zutaten dieses Rapsöls?

Der Hersteller gibt an, dass die Zutaten aus Deutschland stammen.

Hat das Rapsöl einen intensiven Geschmack?

Wir entnehmen den Nutzerberichten, dass der Geschmack mild ist.

3. Fandler Bio-Rapsöl – kaltgepresst aus Österreich mit Nussaroma

Das bernsteinfarbene, kaltgepresste Fandler Bio-Rapsöl wird in Österreich und aus kontrolliert biologischen Zutaten hergestellt. Der Hersteller beschreibt den Geschmack als erdig und nussig, aber mild und empfiehlt es zur Verwendung in der kalten Küche. Also zum Verfeinern von Salaten, Soßen, Suppen, Gemüse und Rohkost. Das Bio-Rapsöl wird in einer 250 Milliliter Glasflasche geliefert und ihr solltet es kühl und trocken lagern. Der Anteil der verschiedenen Fettsäuren sieht laut Hersteller bei diesem Rapsöl pro 100 Milliliter wie folgt aus: Gesättigte Fettsäuren 8 Gramm, einfach ungesättigte Fettsäuren 65 Gramm sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren 27 Gramm.

Das Fandler Bio-Rapsöl ist nach Aussage des Herstellers ohne zusätzliche Aromen, ohne Konservierungsstoffe, glutenfrei und für eine vegane Ernährung geeignet.

Anwender beschreiben den Geschmack vom Fandler Bio-Rapsöl als intensiv würzig, aber sehr lecker. Einige berichten, es auch für die Zubereitung von Babybrei zu verwenden. Trotz des etwas intensiveren Aromas scheint es vielen Babys zu schmecken und zu bekommen. Da es sich um ein kaltgepresstes Rapsöl handelt, verwendet es bitte nicht zum Braten, Backen oder Kochen.

Deshalb ist kaltgepresstes Rapsöl nicht zum Braten, Backen und Kochen geeignet: Kaltgepresstes Rapsöl hat einen niedrigen Rauchpunkt von ungefähr 130 Grad. Wird das Rapsöl darüber hinaus erhitzt, können sehr gesundheitsschädliche Stoffe wie beispielsweise die Transfettsäuren entstehen. Mehr über den Rauchpunkt und die schädlichen Transfettsäuren erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

FAQs

Kann ich das Fandler Bio-Rapsöl als Beikostöl für ein Baby verwenden?

Den Erfahrungsberichten einiger Anwender zufolge, könnt ihr das Rapsöl als Beikostöl für euer Baby verwenden.

Ist dieses Rapsöl kaltgepresst?

Ja, das Fandler Bio-Rapsöl wird kalt gepresst.

Aus welchem Land stammen die Zutaten?

Die Zutaten stammen laut Hersteller aus Österreich.

Wie muss ich das Fandler Rapsöl lagern?

Ihr lagert das Rapsöl am besten kühl und vor Licht geschützt.

4. Original Rügener Rapsöl – kaltgepresst und mit der DGF-Rapsöl-Medaille ausgezeichnet

Das Original Rügener Rapsöl ist ein mehrfach prämiertes und mit der DGF-Rapsöl-Medaille ausgezeichnetes Rapsöl, welches kaltgepresst und per Hand abgefüllt wird. Die Zeitschrift Der Feinschmecker beschreibt es als eines der besten Rapsöle Deutschlands. Das naturtrübe, goldgelbe Rapsöl ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ansprechend, denn es wird nicht in einer herkömmlichen Flasche, sondern in einer schönen Schmuckdose geliefert.

Im Jahr 2018 erhielt es neben der DGF-Rapsöl-Medaille auch den ersten Platz beim internationalen Superior Taste Award für seine Qualität und den guten Geschmack. Es eignet sich sehr gut für die Zubereitung von Gemüse, Salaten, Soßen, Dips und Marinaden. Der Hersteller gibt an, dass es ebenfalls zum Braten, Backen und Grillen verwendet werden kann.

Wer ist die DGF? Die DGF ist die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft vergibt die DGF-Rapsöl-Medaille für native und sensorisch einwandfreie Rapsspeiseöle. Die Medaille wurde 2019 bereits zum dreizehnten Mal verliehen und ist eines der bekanntesten und ältesten Qualitätssiegel dieser Art. Die vom DGF prämierten Rapsöle garantieren eine fehlerfreie und geschmacklich einwandfreie Produktion und sind ernährungsphysiologisch wertvoll.

Auch bei den Anwendern schneidet das Rügener Rapsöl sehr gut ab. Sie beschreiben den Geschmack als fantastisch und die Qualität des Rapsöls als hochwertig. Es verfeinert eure Gerichte mit einer leckeren nussigen Note. Einige Nutzer verwenden es auch für Babybrei.

Die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut ist umstritten. Zwar sind diese Pflanzen resistenter gegen Umwelteinflüsse und Schädlingsbefall und sollen auch gesundheitlich unbedenklich sein, doch bringen sie das natürliche Gleichgewicht unseres Ökosystems in Disbalance. Der Hersteller gibt an, dass sein Original Rügener Rapsöl vollkommen frei von Gentechnik ist.

FAQs

Handelt es sich beim Original Rügener Rapsöl um ein kaltgepresstes Rapsöl?

Ja, laut Herstellerangaben ist es ein kaltgepresstes, per Hand abgefülltes Rapsöl.

Welchen Geschmack hat das Rapsöl?

Das Original Rügener Rapsöl hat einen feinen, nussigen Geschmack und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Für welche Gerichte eignet sich dieses Rapsöl am besten?

Der Hersteller empfiehlt das Rügener Rapsöl für die Zubereitung von kalten Speisen wie Salate und Saucen. Aber er gibt auch an, dass es zum Kochen und Grillen geeignet ist.

5. GEFRO Omega-3 Rapsöl

Von der Marke GEFRO gibt es das spezielle Omega-3 Rapsöl in einem 3er-Paket zu kaufen. Hierbei bekommt ihr insgesamt drei Flaschen mit je 750 Milliliter Inhalt. Es handelt sich des Weiteren um kaltgepresstes Rapsöl mit Vitamin E, das vollkommen ohne Gentechnik hergestellt wurde.

Wie für den Hersteller üblich, profitiert ihr hierbei von einigen Vorteilen. So verwendet GEFRO zu 100 Prozent natürliche Zutaten und verzichetet vollkommen auf Gentechnik. Außerdem sind die GEFRO-Artikel allesamt vegan und besonders gut verträglich.

FAQs

Ist das Rapsöl kaltgepresst?

Ja. Es handelt sich um kaltgepresstes Öl.

Wonach schmeckt das Rapsöl von GEFRO?

Der Hersteller hat einen großen Wert auf einen neutralen Geschmack gelegt.

Für welche Gerichte eignet sich das Rapsöl besonders?

Für Salat und Rohkost ist das Öl gedacht. Ihr könnt das Öl aber ebenso zum Kurzbraten verwenden.

6. HIPP Bio-Rapsöl – mit einer Extraportion Omega-3-Fettsäuren

Das HIPP Bio-Rapsöl stammt vom Hersteller für Babynahrung, weshalb dieses Rapsöl speziell für die Beikost von eurem Baby und Kleinkind geeignet ist. Das Bio-Rapsöl besteht zu 100 Prozent aus biologisch angebautem Raps. Zudem hat das HIPP Rapsöl laut eigenen Angaben des Herstellers ein ideales Verhältnis der wertvollen und gesunden Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Diese wirken sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns und auf die Nervenzellen eures Kindes aus. Der Anteil der gesunden Omega-3-Fettsäuren soll sogar besonders hoch sein. Darüber hinaus wurde dieses Bio-Rapsöl mit dem lebenswichtigen Vitamin E angereichert.

Was kann Vitamin E? Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und schützt eure Zellen vor freien Radikalen. Es kann den Alterungsprozess verlangsamen und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs vor. Was Vitamin E noch in eurem Körper bewirkt, erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

Das HIPP Bio-Rapsöl enthält nach Angaben des Herstellers pro 100 Milliliter folgende Fett-Zusammensetzung:

64 Gramm Fett und davon:

  • Gesättigte Fettsäuren: 6 Gramm
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren: 59 Gramm
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 27 Gramm
  • Omega-6-Fettsäuren: 18,4 Gramm
  • Omega-3-Fettsäuren: 8 Gramm
Das HIPP Bio-Rapsöl ist ohne Zusatzstoffe, ohne Gentechnik, zu 100 Prozent biologisch sowie glutenfrei. Es entspricht der EG-Öko-Verordnung und ist laut Hersteller ausdrücklich für die Beikost von Babys am dem 4. Lebensmonat geeignet.

FAQs

Ist das HIPP Bio-Rapsöl kaltgepresst oder raffiniert?

Der Hersteller gibt an, dass dieses Rapsöl raffiniert ist.

Kann ich dieses Rapsöl auch für Babys verwenden?

HIPP gibt an, dass sein HIPP Bio-Rapsöl für Babys ab dem 4. Lebensmonat geeignet ist.

Aus welchem Land stammen die Zutaten für dieses Rapsöl?

Laut Hersteller stammen die Zutaten aus Österreich.

7. THOMY Reines Rapsöl – zum Braten, Backen und Frittieren geeignet

Das Rapsöl von THOMY ist laut Hersteller besonders reich an gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren und hat einen milden, fast neutralen Geschmack. Ihr könnt es zum Braten, Backen, Kochen und zum Verfeinern kalter Speisen verwenden. Wir finden weder auf der Herstellerwebseite noch in den Produktbeschreibungen einen Hinweis auf die Art der Pressung. Da THOMY es auch zum Backen, Braten und Kochen empfiehlt, liegt nahe, dass es sich um ein raffiniertes Rapsöl handelt. Kaltgepresste Rapsöle sind zum starken Erhitzen nicht geeignet.

Was sind raffinierte Rapsöle? Wir sprechen beim Herstellungsprozess von Ölen entweder von kaltgepresstem oder raffiniertem Öl. Eine Kaltpressung erfolgt ohne die Zugabe chemischer Inhaltsstoffe und die Zufuhr von Hitze. Bei der Raffination durchläuft ein Rapsöl mehrere Schritte, die schlussendlich dafür sorgen, dass sich der Rauchpunkt erhöht und ihr dieses Rapsöl stärker erhitzen, also auch zum Braten verwenden könnt. Wie genau die Raffination im Einzelnen funktioniert, erfahrt ihr in unserem Ratgeber.

Wir bitten euch jedoch den Hersteller zu kontaktieren, wenn ihr eine zuverlässige Aussage zur Art der Pressung erhalten möchtet. Der Anteil der Fettsäuren beim THOMY Reines Rapsöl beträgt laut Herstellerangaben: Gesättigte Fettsäuren 6,5 Gramm, einfach ungesättigte Fettsäuren 62 Gramm und mehrfach ungesättigte Fettsäuren 26 Gramm.

Wenn ihr das THOMY Rapsöl zum Backen verwendet, könnt ihr 100 Gramm Butter durch 80 Gramm Öl ersetzen. Thomy gibt an, dass dieses Mengenverhältnis den Teig besonders lecker und locker macht.

FAQs

Ist das THOMY Reines Rapsöl kaltgepresst?

Dazu finden wir leider weder auf der Herstellerwebseite noch in der Produktbeschreibung einen Hinweis.

Für welche Gerichte eignet sich das Rapsöl ?

Laut Hersteller ist das THOMY Reines Rapsöl zum Braten, Backen, Kochen und für Salate geeignet.

Aus welchem Land stammen die Zutaten für dieses Rapsöl?

Laut Herstellerangaben stammen die Zutaten aus Deutschland.

Ist dieses Rapsöl auch für Babys geeignet?

Wir empfehlen euch, es nicht für Babys zu verwenden, sondern hier auf ein Bio-Rapsöl zurückzugreifen.

8. Rapso Rapsöl – Testsieger bei der Stiftung Warentest

Das Rapso Rapsöl ist zwar ein raffiniertes Rapsöl, wird aber mittels eines physikalischen Destillationsverfahrens und ohne die Beigabe chemischer Lösungsmittel gepresst. Außerdem verwendet der Hersteller nur Rapssamen, die garantiert ohne Gentechnik sind und von Vertragspartnern aus kontrolliertem österreichischen Anbau stammen. Dies wird durch ein Zertifikat der agroVet GmbH garantiert. Ihr erwerbt ein hochwertiges und geschmacklich überzeugendes Rapsöl, welches von allen getesteten raffinierten Rapsölen bei der Stiftung Warentest am besten abschnitt und die Gesamtnote „Gut“ erhielt.

Wer ist die agroVet GmbH? Bei der agroVET GmbH handelt es sich um eine unabhängige Kontroll- und Zertifizierungsstelle mit hohem Qualitätsanspruch aus Mühlhausen in Thüringen. Sie überprüft und zertifiziert Unternehmen im Hinblick auf verschiedenste Qualitätsstandards im Rohstoff-, Lebens-, und Futtermittelbereich. Das Zertifikat garantiert euch, dass dieses Rapsöl qualitativ hochwertig und garantiert frei von Gentechnik ist.

Das goldene Rapsöl von Rapso wird in einer lichtgeschützten 750-Milliliter-Glasflasche geliefert und ist reich an einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren. Zudem gibt der Hersteller an, dass es für eine vegetarische und vegane Ernährung geeignet ist. Der Anteil der unterschiedlichen Fettsäuren beträgt laut Hersteller pro 100 Milliliter:

  • Gesättigte Fettsäuren: 6 Gramm
  • Einfach ungesättigte Fettsäuren: 65 Gramm
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 29 Gramm

FAQs

Handelt es sich beim Rapso Rapsöl um eine Kaltpressung?

Laut Hersteller handelt es sich um eine Warmpressung ohne Extraktionen. Dafür wird die Saat kurz angepresst, dann kurzzeitig auf circa 100 Grad erwärmt und anschließend gepresst.

Bei wie viel Grad liegt der Rauchpunkt dieses Rapsöls?

Gemäß des Herstellers liegt der Rauchpunkt beim Rapso Rapsöl bei 205 Grad.

Ist die Flasche aus Glas oder Plastik?

Es handelt sich um eine Glasflasche.

Wird diesem Rapsöl künstliches Vitamin E beigefügt?

Den Herstellerangaben nach wird diesem Rapsöl kein künstliches Vitamin E beigefügt.

9. ÖLMÜHLE SOLLING Bio-Rapsöl – besonders reich an wertvollen Omega-Fettsäuren

Bei der ÖLMÜHLE SOLLING handelt es sich um eine kleine Familienmanufaktur, die bereits seit mehr als 20 Jahren ausgewählte Bio-Nüsse und -Saaten zu gesunden Speiseölen verarbeitet. Dabei werden noch viele der einzelnen Produktionsschritte sorgfältig per Hand durchgeführt. Die Bio-Öle werden nur in kleinen Mengen und frisch produziert – von der Mühle direkt auf den Tisch, wie der Hersteller es nennt.

Das Bio-Rapsöl der ÖLMÜHLE SOLLING wird schonend kaltgepresst und in einer lichtgeschützten, dunklen 500-Milliliter-Glasflasche geliefert. Es ist mild im Geschmack und eignet sich besonders zum Verfeinern kalter Speisen sowie zum kurzen Dünsten oder sehr kurzen Anbraten. Es hat das für Rapsöl typische Nussaroma und wird von den Nutzern als geschmacklich sehr angenehm beschrieben.

FAQs

Handelt es sich beim ÖLMÜHLE SOLLING Rapsöl um ein kaltgepresstes Rapsöl ?

Ja, laut Hersteller ist das Rapsöl kaltgepresst.

Für welche Speisen ist dieses Rapsöl empfehlenswert?

Der Hersteller empfiehlt dieses Rapsöl für die Zubereitung von Salat, zum Dünsten, für Dips, Dressings und Marinaden.

Hat dieses Rapsöl einen intensiven Geschmack?

Nein, laut Hersteller hat das ÖLMÜHLE SOLLING Rapsöl einen milden Geschmack.

Ist es eine Glas- oder Plastikflasche?

Es

10. PREP PREMIUM SMOKEHOUSE Rapsöl – mit Sonnenblumenöl über Eichenholz geräuchert

Unser letztes Rapsöl im Vergleich ist das PREP PREMIUM SMOKEHOUSE Rapsöl, welches deutlich heraussticht, denn dieses Rapsöl wurde nicht nur mit Sonnenblumenöl verfeinert, sondern mittels eines speziellen Verfahrens über Eichenholz geräuchert. Dies verleiht dem Rapsöl eine ganz besondere Note und einen laut Hersteller typischen BBQ-Geschmack. Daher könnt ihr es auch gut zum Marinieren von Fleischgerichten verwenden. Natürlich ist es auch zur Zubereitung von Dips, BBQ-Soßen, Salaten und Suppen geeignet. Aufgrund seines speziellen Aromas sollte es aber geschmacklich auf eure Gerichte abgestimmt sein.

Der Hersteller hat noch weitere, sehr spannende Öle in seinem Sortiment. Beispielsweise ein Chili- oder ein Oriental-Öl. Das PREP PREMIUM SMOKEHOUSE Rapsöl ist laut Hersteller für eine vegetarische und vegane Ernährung geeignet und sein Rauchpunkt liegt bei 200 Grad. Das Öl wird in einer 1-Liter-PET-Flasche geliefert.

FAQs

Bei wie viel Grad liegt der Rauchpunkt beim PREP PREMIUM SMOKEHOUSE Rapsöl?

Dieser liegt laut Herstellerangabe bei 200 Grad.

Bei wie viel Grad liegt der Flammpunkt?

Der Flammpunkt beim PREP PREMIUM SMOKEHOUSE Rapsöl liegt laut Hersteller bei 290 Grad.

In welchem Mischverhältnis wurden Sonnenblumenöl und Olivenöl verwendet?

Laut Hersteller wurden 64 Prozent Olivenöl und 36 Prozent Sonnenblumenöl verwendet.

Wie lange hält dieses Rapsöl?

Dem Hersteller nach hat das Rapsöl ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 18 Monaten ab der Produktion. Ihr findet das MHD auf der Verpackung.

Rapsöl – euer ausführlicher Ratgeber

Rapsöl TestRapsöl, auch Rüböl, Rübsenöl, Kolzaöl oder Kohlsaatöl genannt, gehört wie Oliven- und Kokosöl zur Gruppe der Pflanzenöle. Diese sind eine gesunde Alternative zu Butter und anderen tierischen Fetten. Lange Zeit fristete das Rapsöl ein Schattendasein. In den letzten Jahren aber hielt es aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit verstärkt Einzug in die deutschen Haushalte. Was Rapsöl für eure Gesundheit alles tun kann, wie ihr es in die Küche verwendet und worauf ihr bei der Auswahl von Rapsöl achten solltet, erfahrt ihr in diesem Ratgeber. Auch, welche unterschiedlichen Fette es gibt und wie sich diese auf eure Gesundheit auswirken.

Der Raps und sein Öl

In Nordeuropa sind die leuchtend gelben, stark duftenden Rapsfelder ein bekanntes Schauspiel. Ab April, spätestens im Mai blüht die Pflanze und circa im Juli sind die kleinen Samen gereift. Bevor diese Nutzpflanze blüht, muss sie aber einen ganzen Winter überstehen, denn hierzulande wird im Spätsommer hauptsächlich Winterraps gesät. Sommerraps, der die Umwelt zwar um einiges mehr schont, da er weniger Pflanzenschutz- und Düngemittel benötigt, wird in Deutschland nur dann im Frühling ausgesät, wenn eine Ackerbestellung im Spätsommer wegen ungünstiger Wetterbedingungen nicht möglich ist. Beide Felder sind hervorragende Bienenweiden und bereichern die Agrarlandschaft.

Der Raps, Brassica napus, gehört nicht nur bei uns, sondern weltweit zu den wichtigsten und vielseitigsten Ackerpflanzen. Darüber hinaus ist er sehr ergiebig. Der Ertrag aus 1 Hektar ergibt fast 2000 Liter Öl und 200 Gläser Honig. Das Nebenprodukt der Rapsölherstellung, die Samenreste, werden als eiweißreiches Tierfutter verwendet. 1 Hektar deckt den Jahresfutterbedarf für drei Milchkühe ab. Historisch wurde Rapsöl wegen der enthaltenen Bitterstoffe und der gesundheitlich bedenklichen Erucasäure überwiegend als Lampenöl, Schmiermittel und als Grundstoff für die Seifenherstellung eingesetzt. Bereits die alten Römer haben es dazu verwendet.

Allergiker aufgepasst! Der Flug der Rapspollen gilt als Hauptauslöser für allergische Symptome. Menschen mit einer Rapsallergie reagieren meist mit allergischem Schnupfen und seltener mit Asthmaanfällen. Es ist nicht auszuschließen, dass ihr bei Rapsöl oder Rapshonig ähnliche Reaktionen aufweist.

Erst in den 1960er Jahren wurden in Kanada mittels Genmanipulation Sorten gezüchtet, hauptsächlich der Canola-Raps, welcher sehr geringe Anteile an Bitterstoffen und Erucasäure enthält. Danach entwickelte sich Raps zu einer der wichtigsten Ölpflanzen überhaupt und steht heute nach Palmöl und Sojaöl weltweit an dritter Stelle. Als Rapsölproduzent steht Deutschland nach China und vor Kanada weltweit an zweiter Stelle. In Deutschland ist Rapsöl das meist gekaufte Speiseöl und macht 56 Prozent des Verbrauchs aus. Im Vergleich dazu macht Sonnenblumenöl nur 5 Prozent aus.

Für manchen überraschend – Rapsöl soll noch gesünder als Olivenöl sein und wird heute sogar als „Superfood“ anerkannt.

InformationWo wird Rapsöl noch verwendet?

Rapsöl findet nicht nur in der Ernährungsindustrie Einsatz. Ein Großteil der Ernte wird für die Herstellung von Bio-Kraftstoff verwendet. Rapsöl ist sowohl in Deutschland, als auch weltweit der wichtigste Grundstoff für die Herstellung von Bio-Diesel. Hierfür werden andere Sorten angebaut und verwendet als für die Nahrungsmittelgewinnung. Rapsöl ist zudem noch in vielen anderen Produkten enthalten. Zum Beispiel in Tierfutter, Motor- und Schmieröl, Pflanzenschutzmitteln, Lösungsmitteln, Lacken und Farben. Zudem wird es in der Kosmetikindustrie eingesetzt, beispielsweise für Lippenstifte. In der medizinischen Industrie wird Rapsöl für die Herstellung von Cremes und Salben verwendet. Darüber hinaus ist der Raps eine Heilpflanze. In Salben werden die Wurzeln verarbeitet und zur Behandlung von Krankheiten im Brustbereich und der Lunge eingesetzt.

Kaltgepresstes Rapsöl könnt ihr auch für eure Schönheit verwenden. Die Inhaltsstoffe versorgen Haut, Haare und Nägel mit wichtigen Nährstoffen. Ihr könnt es als Bodylotion auf die noch feuchte Haut nach der Dusche auftragen und einziehen lassen. Trockene Haut wird dadurch wieder zart und geschmeidig. Ihr könnt es auch als Haarkur gegen Spliss verwenden.

Wie wird Rapsöl hergestellt und welche Unterschiede gibt es?

HighlightNachdem die kleinen schwarzen Samen vom Landwirt aus ihren Schoten gedroschen und in Silos gelagert wurden, wird in Mühlen das Öl aus den Körnern gepresst. Es wird dann als Speiseöl in Flaschen abgefüllt oder weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Margarine oder als Bestandteil von Mayonnaise. Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Herstellung von Rapsöl:

Kaltgepresstes Rapsöl

Kaltgepresstes Rapsöl wird besonders schonend ohne Wärmezufuhr hergestellt. Es kann mittels Pressung oder Zentrifugieren hergestellt werden. Zwar werden beim Kaltpressen durch die Reibung bis zu 65 Grad Celsius erreicht, dies hat aber keinen Einfluss auf die natürlichen Fettbestandteile. Die im Kern enthaltenen Vitamine und mehrfach gesättigten Fettsäuren bleiben zu 100 Prozent erhalten. Nur hochqualitatives Saatgut wird kaltgepresst. Das entstehende native Rapsöl gehört mit zu den wertvollsten Ölen überhaupt. Es ist goldgelb- bis bernsteinfarben, hat einen intensiven Geschmack und ein nussiges Aroma.

Vor- und Nachteile von kaltgepresstem Rapsöl:

  • Nährstoffe, Vitamine und ungesättigte Fettsäuren bleiben erhalten
  • Wird ohne chemische Zutaten und starke Hitze hergestellt
  • Ist sehr gesund und wohltuend
  • Hat einen natürlichen, nussigen Geschmack
  • Nicht hitzebeständig, daher nicht zum Braten und Frittieren geeignet
  • Kann bei ungeeigneter Lagerung schnell ranzig werden – ranziges Öl ist gesundheitsschädlich
  • Etwas teurer als raffiniertes Rapsöl

Rapskernöl

Die schwarze Schale der Samen enthält Wachs sowie Schleim- und Bitterstoffe. Werden die Samen vorher geschält, damit nur die goldgelben Kerne kaltgepresst werden, wird von Rapskernöl gesprochen. Dieses ist das reinste und geschmacklich das mildeste aller Rapsöle. Werden die Samen vor dem Kaltpressvorgang mit heißem Dampf gewaschen, darf das Öl nicht mehr als „nativ“ bezeichnet werden, denn bei jeder Erwärmung gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren.

Kaltgepresstes Rapsöl und Rapskernöl sind nicht raffinierte Öle und haben einen gesundheitlich höheren Stellenwert. In diesen Ölen bleiben wichtige Fettsäuren und wertvolle Inhaltsstoffe erhalten und sie werden zudem nicht chemisch verändert.

Raffiniertes Rapsöl

Für raffiniertes Rapsöl werden die Samen zerkleinert, auf 100 Grad Celsius erhitzt und dann gepresst. Danach wird das Restöl mit chemischen Lösungsmitteln, Hexan und Benzol, aus den Rückständen extrahiert. Durch die chemische Behandlung wird viel mehr Öl aus den Samen gewonnen als bei der Kaltpressung. Bei der Raffination erhalten wir bis zu 98 Prozent, bei der Kaltpressung nur bis zu 45 Prozent Öl. Anschließend wird das Öl destilliert, um die chemischen Stoffe wieder vollständig zu entfernen.

Dann wird es durch Erhitzung auf bis zu 200 Grad entsäuert. Schlussendlich wird das Öl gefiltert, gebleicht und desodoriert, wobei unerwünschte Duftstoffe entfernt werden. Durch die mehrfache Erhitzung gehen die wertvollen Inhaltsstoffe zum Teil verloren. Dafür könnt ihr es vielseitiger in der Küche einsetzen und auf höhere Temperaturen erhitzen. Raffiniertes Rapsöl ist so gut wie farblos, geschmacksneutral und sehr lange haltbar.

Ein Raffinationsschritt ist bedenklich – die Entsäuerung durch starkes Erhitzen. Dieser Produktionsschritt ermöglicht, dass ihr das Öl stark erhitzten beziehungsweise zum Braten und Frittieren einsetzten könnt. Die Hitze verändert aber die chemischen Verbindungen der enthaltenen mehrfach gesättigten Fettsäuren und es besteht die Gefahr, dass sie sich in gesundheitsgefährdende Transfettsäuren umwandeln. Darüber hinaus wird raffiniertes Rapsöl oft aus Saatgut gepresst, das gentechnisch manipuliert wurde. Die Pflanze wird seit Jahrzehnten genetisch verändert, unter anderem um sie widerstandsfähiger gegen Pestizide und Herbizide zu machen. Der Gesundheitswert von manch raffinierten Rapsölen ist daher fraglich. Achtet beim Kauf unbedingt auf eine hohe Qualität.

Vor- und Nachteile von raffiniertem Rapsöl:

  • Hitzebeständig bei mittleren Temperaturen bis zu 200 Grad
  • Raffiniertes Rapsöl von hoher Qualität enthält noch einen Teil der Nährstoffe
  • Raffiniertes Rapsöl von niedriger Qualität kann Transfettsäuren enthalten

Fett ist ein wichtiger Bestandteil eurer Nahrung

Auch wenn die Medien oft etwas anderes berichten, Fett ist für eure Gesundheit sehr wichtig. Viele lebenswichtige Vitamine sind fettlöslich und kommen nur auf diesem Weg in euren Körper. Ohne Fett funktionieren auch eure Zellen nicht. Dabei kommt es natürlich auf die Menge und Art des Fettes an. Pflanzenöle bestehen zu 99,9 Prozent aus Fett und beinhalten sehr hohe Energiewerte – 9 Kalorien pro Gramm.

Ernährungsexperten raten, pro Tag 30 Prozent der Gesamtkalorien in Form von Fett zu sich zu nehmen. Um euren optimalen täglichen Kalorienbedarf zu berechnen, müsst ihr euren Grund- und Leistungsumsatz kennen. Der Grundumsatz gibt an, wie viele Kalorien euer Körper im Ruhestand braucht. Der Leistungsumsatz gibt den zusätzlichen Energiebedarf an, den ihr für eure körperlichen Aktivitäten benötigt. Die Summe aus beiden Werten ergibt den Gesamtumsatz und täglichen Kalorienbedarf. Allgemein könnt ihr davon ausgehen, dass ihr je nach Körpergewicht und Anstrengung zwischen 50 und 80 Milliliter beziehungsweise sechs bis neun Esslöffel Fett pro Tag benötigt.

Rapsöl VergleichWas ist Cholesterin

Cholesterin ist eine fettähnliche und fetthaltige Substanz, die lebenswichtige Aufgaben im gesamten Organismus erfüllt. Es wird zwischen LDL- und HDL-Cholesterin unterschieden. Beide arbeiten eng zusammen. Ihr braucht das HDL für eure Zellen, das Gehirn, zur Stärkung des Immunsystems, zur Stressabwehr und es sammelt überschüssiges Fett im Blut ein. LDL dient „nur“ dazu, HDL-Cholesterin zu den Zellen zu führen. In einem gesunden Körper gibt es im Blut mehr HDL- als LDL-Cholesterin. Gibt es mehr LDL, haben die HDL-„Transporteure“ nichts zu tun und lagern sich an den Wänden der Blutgefäße ab. Ist ein Blutgefäß einmal verstopft und liegt diese Verstopfung nahe am Herzen, kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Das in Rapsöl nur geringfügig enthaltene pflanzliche Cholesterin hingegen, die sogenannten Sterine beziehungsweise Sterole, senken laut Aussage einiger Hersteller ab 2 Gramm pro Tag das LDL-Cholesterin. Aus diesem Grund fügen einige Hersteller ihren Margarinen Sterine hinzu. Die Cholesterinsenkung ist ein wichtiges Verkaufsargument. Jedoch beurteilen einige Ernährungswissenschaftler diese Verzehrsempfehlungen als kritisch, denn die Auswirkung der Sterine auf den Körper sind noch nicht ausreichend erforscht. Erste Studien weisen sogar auf mögliche negative Auswirkungen auf das Herz und die Sehnerven hin.

Der tägliche Verzehr von Spezialmargarine oder Spezialjoghurts kann die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen und Carotinoiden aus der Nahrung senken. Ergänzt eure Ernährung daher mit ausreichend Gemüse und Obst und sprecht vor einer Selbstmedikation mit eurem Arzt.

Die Unterschiede innerhalb der Fettsäuren

Rapsöle TestDie verschiedenen Fettsäuren unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur und werden von eurem Körper anders aufgenommen beziehungsweise schneller oder langsamer verstoffwechselt. Euer Körper braucht sowohl gesättigte, als auch einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren sind in tierischen Lebensmitteln erhalten, beispielsweise in Fleisch und Milchprodukten. Auch gehärtete Pflanzenöle enthalten hohe Anteile gesättigter Fettsäuren. Sie sind die Grundbausteine eures Körpers und euer wichtigster Kraftstoff. Verdauen lassen sie sich aber nur schwer und verlangsamen daher den Stoffwechsel. Sie beinhalten zudem viel Cholesterin. In zu hohen Maßen eingenommen, führen gesättigte Fettsäuren zu stärkeren Gewichtszunahmen und einem schlechten beziehungsweise höheren Cholesterinspiegel. Sie können die Ursache vieler Herz-Kreislauf- und Rheuma-Erkrankungen sowie für Diabetes Typ 2 sein. Aus diesem Grund solltet ihr nicht mehr als ein Drittel des täglichen Fettbedarfs als gesättigte Fettsäuren zu euch nehmen. Bei einer Blutprobe findet ihr sie als LDL auf der Werteliste.

Ungesättigte Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren sind lebensnotwendig und werden im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren nicht vom menschlichen Körper hergestellt. Ihr müsst sie über eure Ernährung aufnehmen. 70 Prozent eures Tagesbedarfs an Fetten sollte aus ungesättigten Fettsäuren bestehen. Diesen Anteil solltet ihr nicht überschreiten, denn auch zu viel gesundes Fett ist ungesund und kann zu einer Gewichtszunahme und Stoffwechselproblemen führen. Ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in fettreichem Fisch und pflanzlichem Fett enthalten. Es wird zwischen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschieden.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren, auch Ölsäuren genannt, senken den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel und erhöhen das „gute HDL-Cholesterin“. Sie haben einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und sind mitverantwortlich für das gute Funktionieren eurer Zellmembranen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken im gesamten Körper entzündungshemmend und sind mitverantwortlich für die Hormonbildung. Sie unterstützen zahlreiche Stoffwechselprozesse und fördern die Leistung des Gehirns. Sie ermöglichen die Aufnahme und Verwertung von fettlöslichen Vitaminen. Auch für euer Herz sind sie wichtig, denn sie regeln den Blutdruck und die Blutflüssigkeit. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie befinden sich in unterschiedlicher Form sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Fetten. Beide Formen sind sehr gesund und werden vom Körper auf unterschiedliche Weise benötigt. Über die moderne Nahrung wird in der Regel zu viel Omega-6 aufgenommen und zu wenig Omega-3. Achtet darauf, dass Omega-3 und -6 im Verhältnis von 1:2 ausgewogen sind. Im Idealfall über eine ausgewogene Ernährung und nicht über Nahrungsergänzungsmittel.

Transfettsäuren

Transfettsäuren befinden sich in einer ganz anderen Kategorie – sie sind äußerst gesundheitsschädlich. Zwar ist dies bereits seit Ende der 1950er Jahre bekannt, trat aber erst in den letzten Jahren öffentlich ans Licht. Transfettsäuren nehmt ihr zwar leicht auf, euer Körper kann sie aber nicht für den Stoffwechsel einsetzen und optimal verwerten. So verbleiben sie zu lange in eurem Körper und verursachen Entzündungen sowie eine schnellere Gewichtszunahme als alle anderen Fettarten.

Transfettsäuren sind sogar doppelt schlecht, denn sie erhöhen das „schlechte“ LDL und senken das „gute“ HDL-Cholesterin im Blut. Aus diesem Grund gefährdet kein anderer Nährstoff das Herz so sehr wie diese Fettsäuren. Sie verstopfen die Blutgefäße und verursachen dadurch hohen Blutdruck und weitere ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus können sie das Erbgut verändern. Sie verursachen Depressionen, Insulinresistenz und Allergien, und manche stehen sogar unter Verdacht höchst krebserregend zu sein.

Laut Weltgesundheitsorganisation verursacht eine zu hohe Aufnahme von Transfettsäuren ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mehr als 500.000 daraus resultierende Todesfälle pro Jahr.

Transfettsäuren sind vor allem in industriell produzierter Nahrung enthalten, die gehärtete Pflanzenfette enthält. Zum Beispiel Fast Food, Fertiggerichte, Trockensuppen, Fertigsoßen, Chips, Back- und Süßwaren sowie minderwertige Margarine. Raffinierte Pflanzenöle, auch aus Raps, enthalten in der Regel mindestens 2 Prozent Transfettsäuren. Erwachsenen wird empfohlen, nicht mehr als 2 Gramm Transfettsäuren pro Tag aufzunehmen. Das entspricht ungefähr 1 Prozent eures gesamten Kalorienbedarfs. Bereits eine tägliche Einnahme von 5 Gramm erhöht das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 25 Prozent. Für Säuglinge und Kleinkinder sind Transfettsäuren besonders schädlich, weshalb sie nicht auf ihrem Speiseplan stehen sollten.

Ihr erzeugt die gesundheitsschädlichen Transfettsäuren sogar ungewollt in eurer eigenen Küche, wenn ihr Öle und Fette über ihren Rauchpunkt hinaus erhitzt, um beispielsweise ein Steak anzubraten oder Pommes und andere frittierte Gerichte zuzubereiten. Der entstehende Rauch ist ein guter Indikator dafür, dass der Rauchpunkt überschritten wurde. Achtet daher beim Erhitzen von Ölen auf den vom Hersteller angegebenen Rauchpunkt und überschreitet diese Temperatur nicht.

Wie entstehen Transfettsäuren und wie kann ich sie vermeiden?

Das solltet Ihr WissenUm die Haltbarkeit und den Rauchpunkt eines Öls künstlich zu erhöhen, damit ihr es zum Braten oder Frittieren verwenden könnt, müssen die ungesättigten Fettsäuren entfernt beziehungsweise deaktiviert werden. Ungesättigte Fettsäuren haben einen niedrigen Rauchpunkt und zersetzen sich ab 130 Grad. Die Lebensmittelindustrie hat dazu zwei unterschiedliche Raffinationsverfahren entwickelt.

  • Fetthärtung: Vor allem bei der Fetthärtung entstehen Transfettsäuren. Hier werden mit Zufuhr von Wasserstoff und einem Katalysator wie zum Beispiel Nickel die chemischen Verbindungen des Öls verändert. So entstehen zum Beispiel Palmfett, Kokosfett und Margarine aus Palmöl, Kokosöl und Rapsöl. Diese Produkte sind für die Lebensmittelindustrie sehr praktisch, denn sie bleiben bis zur Verarbeitung hart und sind streichfähig um einiges länger haltbar. Das Problem dabei ist, dass sich die ungesättigten Fettsäuren zum Teil in Glycerin-Ester gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Transfettsäuren umwandeln. Erkennen könnt ihr sie auf der Verpackung als „gehärtetes“ oder „teilgehärtetes“ Fett.
    Raffiniertes Palmfett kann zudem Glycidyl-Ester-gesättigte Fettsäuren enthalten, eine weitere Transfettsäure und ein höchst krebserregender Stoff. Hinter der Bezeichnung „pflanzliche Öle und Fette“ steckt oft raffiniertes Palmöl oder Palmfett. Palmöl ist ein landwirtschaftliches Produkt, das außerdem verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und Artenvielfalt der Anbauländer hat.
  • Raffination durch Erhitzung: Darüber hinaus entstehen Transfettsäuren, wenn Öle mit hohem Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren über ihren Rauchpunkt von 130 Grad erhitzt werden. Da alle raffinierten, zum Braten und Frittieren geeigneten pflanzliche Öle so hergestellt werden, ist anzunehmen, dass sich Transfettsäuren in all diesen Produkten befinden. Auch in raffiniertem Rapsöl stecken meistens 2 Prozent, was jedoch dem akzeptierten Höchstgrenzwert entspricht. Je häufiger ihr ein Pflanzenöl erhitzt, umso mehr Transfettsäuren entstehen. Leider erhitzen zum Beispiel viele Imbissbuden das Frittieröl mehr als nur ein Mal, weshalb der häufige Verzehr solcher Produkte gesundheitsbedenklich ist.

Rapsöle VergleichRapsöl und eure Gesundheit

Bisher galt Olivenöl als besonders heilsam. Es senkt bekanntlich Typ 2-Diabetes. Vor einigen Jahren stellten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Raps- und Olivenöl in einer Pilotstudie gegenüber. Darin hat eine Gruppe übergewichtiger Männer über 4 Wochen jeden Tag Rapsöl über die Mahlzeiten eingenommen. Ein anderer Teil der Gruppe nahm Olivenöl zu sich.

Angesichts des hohen Stellenwertes von Olivenöl war das Ergebnis erstaunlich: Der Cholesterinspiegel sowie die Leberwerte derjenigen, die Rapsöl zu sich nahmen, waren noch besser, als die der Olivenöl-Gruppe. Rapsöl verursacht zwar kurzfristig einen Anstieg der entzündungsfördernden Stoffe im Körperfett, langfristig wirkt es jedoch chronischen Entzündungen entgegen.

Die Forscher schließen daraus, dass die Art der Fettsäuren eine Rolle für den Stoffwechsel beziehungsweise die chemische Umsetzung von Stoffen im Körper spielen. Bei Rapsöl ist die ideale Kombination aus den enthaltenen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren für den positiven Effekt auf den Stoffwechsel verantwortlich. Nicht umsonst wird Rapsöl das „Olivenöl des Nordens“ genannt. Rapsöl enthält folgende Stoffe, die eurer Gesundheit besonders gut tun.

  1. Gesättigte Fettsäuren: Sowohl kaltgepresstes als auch raffiniertes Rapsöl besteht zu nur 6 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Von allen pflanzlichen Ölen hat Rapsöl den geringsten Anteil. Zum Vergleich – Olivenöl hat 14 Prozent, Kokosöl über 86 Prozent und Butter 45 Prozent. Rapsöl beinhaltet also sehr wenig Cholesterin.
  2. Einfach ungesättigte Fettsäuren: Kaltgepresstes und raffiniertes Rapsöl besteht bis zu 60 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren beziehungsweise Ölsäuren. Zum Vergleich – Olivenöl enthält 73 Prozent, Kokosöl nur 6 Prozent.
  3. Mehrfach ungesättigten Fettsäuren: Nur kaltgepresstes Rapsöl beinhaltet bis zu 30 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Bei raffiniertem Rapsöl gehen sie durch die hohen Temperaturen des Herstellungsprozesses zum Teil verloren und reduzieren sich auf 10 bis 20 Prozent. Zum Vergleich – Olivenöl hat 8 Prozent, Kokosöl und Butter etwas mehr als 1 Prozent. Die in Rapsöl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen zu 10 Prozent aus Alpha-Linolensäure, ein wichtiger Vertreter der Omega-3-Fettsäuren, und zu 5 Prozent aus Linolsäure beziehungsweise Omega-6. Bei Rapsöl liegt das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren bei 1:2 besonders günstig für den Menschen. Bereits ein Esslöffel Rapsöl deckt euren Tagesbedarf an pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren. Kaltgepresstes Rapsöl beinhaltet obendrein sieben weitere mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
  4. Vitamin E: Kaltgepresstes Rapsöl enthält überdurchschnittlich viel Vitamin E, raffiniertes Rapsöl etwa 20 Prozent weniger. Vitamin E ist fettlöslich und schützt eure Zellen vor freien Radikalen und deren Schädigungen. Das natürliche Antioxidans verlangsamt den Alterungsprozess und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs vor. Nehmt ihr nicht genügend Vitamin E zu euch, kann dies zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar zu einer Störung der Sehfähigkeit führen. Durch den Gebrauch von nativem Rapsöl könnt ihr einem Vitaminmangel und den daraus resultierenden Krankheiten entgegenwirken.
  5. Carotinoid beziehungsweise Provitamin A: Das enthaltene Provitamin A in Form von Carotinoid ist verantwortlich für die gelbe Farbe des Samenkerns. Es wird im Körper zu fettlöslichem Vitamin A umgewandelt. Vitamin A ist ein weiterer wichtiger Radikalfänger, welcher die Zellen vor freien Radikalen und deren Angriffen schützt. Dieses Antioxidans beugt der Hautalterung, grauem Star, Alzheimer und Krebs vor. Carotinoid enthält zudem Fettbegleitstoffe, die eine Oxidation beziehungsweise das Ranzigwerden der ungesättigten Fettsäuren hemmt. Dadurch wird die Entstehung von schädlichen Fettabbauprodukten im Körper verhindert. Carotinoid wird bei raffiniertem Rapsöl herausgefiltert beziehungsweise herausgebleicht.
  6. Vitamin K: Das Vitamin K in kaltgepresstem Rapsöl reguliert zusammen mit Vitamin D (das nicht in Rapsöl enthalten ist) den Calciumspiegel. In Zusammenarbeit ziehen diese Vitamine das Calcium aus den Blutbahnen heraus und leiten es dort hin, wo euer Körper es braucht, zu den Knochen und Zähnen. Vitamin K ist in raffiniertem Rapsöl nicht enthalten.
  7. Mineralien und Spurenelemente: Rapsöl enthält die Mineralien Phosphor, Kalium, Natrium und Chlorid sowie die Spurenelemente Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Diese sind äußerst wichtig für eure Gesundheit.
  8. Pflanzliches Cholesterin: Pflanzliches Cholesterin beziehungsweise Sterin ist in raffiniertem Rapsöl in höheren Anteilen vorhanden als in kaltgepresstem.

Pfeil nach RechtsRapsöl in der Küche

Kaltgepresstes Rapsöl

Kaltgepresstes Rapsöl hat einen sehr niedrigen Rauchpunkt, 130 Grad Celsius, und ist daher nicht hitzebeständig. Wie ihr bereits gelesen habt, verlieren mehrfach gesättigte Fettsäuren ihre positive Wirkung und wandeln sich gegebenenfalls in gesundheitsschädliche Transfettsäuren um, wenn ihr sie über den Rauchpunkt hinaus erhitzt. Verwendet es daher nicht in der Fritteuse oder zum Braten.

Minderwertige Öle dieser Kategorie bekommen bei hoher Hitze manchmal einen ranzigen Nebengeschmack. Am besten fügt ihr natives Rapsöl erst kurz vor dem Servieren der fertigen Mahlzeit zu oder ihr verwendet es für Salat. Auch ein Schuss Rapsöl im täglichen Smoothie soll der Gesundheit gut tun.

Säuglinge und Kleinkinder profitieren gesundheitlich von Rapsöl, da es einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Netzhaut sowie das Gehirn hat. Zieht dabei ein qualitativ hochwertiges raffiniertes Rapsöl vor, denn einige Bestandteile der kaltgepressten Öle verdauen Säuglinge noch nicht. Am besten besprecht ihr dies zuvor mit eurem Kinderarzt.

Raffiniertes Rapsöl

Zum Braten, Backen und Frittieren bei mittleren Temperaturen bis zu 200 Grad ist raffiniertes Rapsöl geeignet. Es hat einen Rauchpunkt von 220 Grad Celsius und einen hohen Anteil einfach gesättigter Fettsäuren. Es lässt das darin gebratene Lebensmittel goldbraun und knusprig werden. Solltet ihr „scharf“ braten oder frittieren wollen, greift lieber zu Butter, Schmalz oder zu kaltgepresstem Avocadoöl, das nur geringe Anteile ungesättigter Fettsäuren und einen Rauchpunkt von 260 Grad aufweist.

Was ist der Rauchpunkt? Der Rauchpunkt eines Speiseöls ist die Temperatur, bei der es anfängt, sich zu zersetzen. Dadurch kommt es zu einer deutlich sichtbaren Rauchentwicklung. Als Faustregel gilt: Je mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, umso niedriger liegt der Rauchpunkt. Gesättigte Fettsäuren haben den höchsten Rauchpunkt, einfach ungesättigte liegen im mittleren Bereich und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben den niedrigsten Rauchpunkt, in der Regel 130 Grad. Wird dieser Rauchpunkt erreicht, entstehen giftige Stoffe wie beispielsweise Acrolein, das als krebserregend gilt. Bildet sich beim Braten Rauch in eurer Pfanne, empfehlen wir euch, dieses Öl nicht mehr zu verzehren, egal, welches ihr verwendet habt. Außerdem solltet ihr den Raum sofort lüften.

Kann ich Rapsöl für mein Haustier verwenden?

Etwas kaltgepresste Rapsöl über das Futter tut euren Vierbeinern sogar gut! Um das Immunsystem von Hund und Katze zu stärken, könnt ihr zweimal pro Woche einen Esslöffel Rapsöl über das Futter gießen. Dadurch verwerten eure Haustiere die fettlöslichen Vitamine aus dem Futter besser und sie bekommen ein schöneres Fell.

Das beste RapsölWelche Hersteller gibt es, wo kann ich Rapsöl kaufen?

Es gibt bei Rapsöl viele Hersteller und Marken. Rapsöl könnt ihr im Supermarkt, Fachmarkt und im Internet erwerben. Bei Amazon stehen euch mehr als tausend Produkte zur Auswahl. Bekannte Marken wie RAPUNZEL, die Teutoburger Ölmühle und das österreichische Unternehmen Rapso bieten zertifiziert gentechnikfreies Rapsöl mit Bio-Siegel an. Weitere bekannte Marken sind:

  • Albaöl
  • Alnatura
  • Brölio
  • Eden
  • Allgäuer Mühle.

Wichtige Kaufkriterien

  1. Verwendetes Saatgut und Herkunft: Die besten Rapsöle stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau und sind nicht gentechnisch verändert. Beim Anbau von Bio-Raps wird auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichtet. Kauft daher am besten ein zertifiziert ökologisches und gentechnikfreies Rapsöl.
  2. Verpackung: Außerdem raten wir euch, auf die richtige Verpackung zu achten. Qualitätsöle werden in dunklen Glasflaschen angeboten. Diese bieten genügend Lichtschutz und das Rapsöl kann dadurch bei kühler Lagerung besonders lange halten, bis maximal 12 Monate. Behälter aus Plastik verändern manchmal den Geschmack des Rapsöls und verleihen ihm mit der Zeit einen chemisch-süßlichen Beigeschmack.
  3. Verkaufsmenge beziehungsweise Volumen: Meist wird Rapsöl in 500- oder 750-Milliliter-Flaschen verkauft. Besonders günstig ist Rapsöl in Mengen von 10 Litern. Die Hersteller Rapso und Brölio bieten ihr Rapsöl in Einheiten von 10 Litern an.

Liegt ein Rapsöl-Test der Stiftung Warentest vor?

Stiftung Warentest UrteilDie Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 10/2018 einen Rapsöl-Test durchgeführt. Dabei wurden sowohl kaltgepresste, als auch raffinierte Rapsöle auf Geschmack, Geruch, chemische Qualität, Schadstoffe, Hitzebeständigkeit und Spritzverhalten beurteilt. Preislich schwanken die Produkte zwischen 0,99 bis 16 Euro pro Liter, wobei die Testsieger rund 3 Euro pro Liter kosten. Von den insgesamt 23 getesteten Rapsölen erhielten 21 die Note „Gut“.

Die beste Bewertung erhielten die kaltgepressten Rapsöle von ALDI Nord, LIDL, Edeka und DM. Das Rapsöl von DM war das beste Bio-Rapsöl im Test, das Rapskernöl von der Edeka-Hausmarke Gut & Günstig spritzte etwas in der Pfanne. Unter den raffinierten Rapsölen bekam das auch bei uns vorgestellte Rapso Rapsöl die beste Note und gilt als „Gut“.

Von den 13 getesteten raffinierten Rapsölen enthalten zwölf geringe Mengen an Glycidyl-Estern beziehungsweise Transfettsäuren. Nur zwei Rapsöle sind durchgefallen und dies aus Geschmacksgründen. Sowohl das nativ kaltgepresste Rapsöl von ALDI Süd, als auch das kaltgepresste Rapsöl von der Bio-Zentrale rochen modrig. Laut der Stiftung Warentest ist dies auf eine feuchte Lagerung des Saatguts zurückzuführen. Den Testbericht könnt ihr kostenpflichtig bei der Stiftung Warentest abrufen.

Gibt es bei Öko Test einen Rapsöl-Test?

Öko Test hat zuletzt in November 2017 einen Rapsöl-Test durchgeführt. Dabei stellten die Experten fest, dass jedes zweite Rapsöl verunreinigt war. Enttäuschend war auch, dass die raffinierten Rapsöle bessere Werte aufwiesen als die eigentlich gesünderen kaltgepressten. Unter den raffinierten Rapsölen bekam auch hier das von Rapso die beste Note und galt als „Sehr Gut“. Die günstigeren Marken von ALDI, LIDL und Rewe schnitten trotz Plastikflasche gut ab. Das Rapsöl von Alnatura fiel durch, da erhebliche Rückstände von Mineralöl entdeckt wurden. Den Rapsöl- Test von Öko Test könnt ihr kostenpflichtig auf der Webseite des Vergleichportals abrufen.

Rapsöl Vergleich 2020 : Findet jetzt euer bestes Rapsöl

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