Die Konzentrationsstörungen

Wird das Gehirn nicht ausreichend durchblutet, kommt es zu Konzentrationsstörungen. Regelmäßige körperliche und geistige Arbeit schaffen Abhilfe.

Was passiert im Körper?

Auch im Gehirn hinterlässt das Alter seine Spuren: Die Gedächtnisleistung lässt nach, das Konzentrieren fällt schwerer. Mit zunehmendem Alter werden die mehr als 100 Milliarden Nervenzellen unseres Gehirns schlechter durchblutet und dadurch mit weniger Sauerstoff und Zucker versorgt. Die Mikrozirkulation in den feinen Adern im Gehirn ist gestört. Obwohl die so genannten Neuronen kaum etwas wiegen, verbrauchen sie ein Fünftel des Sauerstoffbedarfs unseres gesamten Körpers. Bekommen sie nicht genügend Vitalstoffe, sterben sie ab und werden auch nicht ersetzt. So kommt es zu Konzentrationsstörungen. Mit 70 Jahren hat sich die Hirnmasse bereits fast halbiert.

Wie zeigt sich das?

Selbst bei gesunden Erwachsenen nimmt die Konzentration spätestens nach einer Stunde ab. Eine Konzentrationsstörung liegt dann vor, wenn es Ihnen über einen längeren Zeitraum schwer fällt, Ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Handeln, eine Person oder einen Sinnesreiz fokussieren und dabei anderes ausblenden. Wenn Sie also häufig Namen, Telefonnummern oder Einkaufsartikel vergessen, ist die Sauerstoffversorgung in Ihrem Gehirn wahrscheinlich ungenügend.

Wie kann ich das verhindern?

Auch bei einer Konzentrationsstörung hilft regelmäßige Bewegung: Sie bringt den Kreislauf in Schwung, durchblutet Körper und Gehirn besser und liefert so genügend Sauerstoff. Wer körperlich fit ist, altert auch im Kopf langsamer. Optimal wären dreimal wöchentlich mindestens 40 Minuten Ausdauertraining. Bewegung setzt einen Mix aus Botenstoffen und Hormonen frei, der die Nervenzellen funktionstüchtig hält und ihr Absterben verhindert. Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte, machen Sie kleine Denksportaufgaben ("Gehirnjogging", Konzentrationsübungen) und stellen Sie sich neuen Herausforderungen (Fremdsprache lernen, Urlaub an wechselnden Orten), denn auch geistige Arbeit stimuliert das Gehirn. Auch wenn das Durstempfinden im Alter nachlässt, sollten Sie für eine ständige, möglichst zuckerfreie, Flüssigkeitszufuhr sorgen. Trinken Sie zwei bis drei Liter über den Tag verteilt – am besten schon bevor ein Durstgefühl einsetzt.

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Was kann ich tun, wenn ich's schon habe?

Wenn Sie bereits häufiger feststellen, dass Sie etwas vergessen, sollten Sie zusätzlich zu den allgemeinen Präventionsmaßnahmen auf Ihren Nahrungsrhythmus achten. Essen Sie über den Tag verteilt fünf kleinere, vitamin- und mineralstoffreiche Mahlzeiten. So halten Sie Ihren Blutzuckerspiegel konstant. Gute Nahrung für das Gehirn: Vollkorn- und Getreideprodukte, Kartoffeln, Fisch, fettarme Milchprodukte, Obst und Gemüse der Saison. Zudem können Wirkstoffe aus der Natur einer Konzentrationsstörung entgegenwirken. So verbessert Ginkgo die geistige Leistungsfähigkeit, da es den Blutfluss anregt und somit die Zellen mit mehr Sauerstoff versorgt. Nicht zuletzt sollten Sie ausreichend schlafen, Stress und Multitasking meiden und sich öfter mal eine Auszeit gönnen.

Text: Nicole Wehr
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