Wie Sie Ihr Abwehrsystem stärken

Wer in der kühlen Jahreszeit nicht krank werden möchte, sollte sein Abwehrsystem stärken. Zwölf Tipps für ein starkes Immunsystem.

Unser Immunsystem muss sich täglich mit Bakterien, Viren und Pilzen auseinandersetzen. Meist läuft die Abwehr von Krankheitserregern unbemerkt ab. Wenn wir uns beim Knopfannähen stechen, gibt es in der Regel keine Infektion, obwohl an der Spitze einer Nähnadel bis zu 400 Bakterien sitzen.

Mit einer kleinen Anzahl von Keimen kann das Immunsystem gut umgehen. Sie werden abgewehrt, bevor sie sich im Körper vermehren. Wird die Anzahl der Keime zu groß, schaffen das die natürlichen Abwehrkräfte nicht mehr. Es kommt zu einer Infektion. "Wie hoch dieser Schwellenwert ist, hängt nicht nur davon ab, wie infektiös die Erreger sind, sondern auch, wie fit unser Immunsystem ist", sagt Professor Lothar Rink, Direktor des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Aachen. "Sein Immunsystem fit zu halten ist deshalb genauso wichtig wie das regelmäßige Update beim Antivirusprogramm auf dem PC."

Hausmittel für eine starke Abwehrkraft

  • Thymusdrüse klopfen: Mehrmals täglich sanft mit zwei Fingern oder einer leicht geballten Faust etwa eine Minute lang die Thymusdrüse beklopfen. Sie liegt hinter dem Brustbein in der Mitte des Brustkorbs. Die stimulierende Wirkung hält zwei bis drei Stunden an.
  • Karottensuppe essen: Dafür 500 Gramm geschälte Karotten in einem Liter Wasser ein bis zwei Stunden kochen, dann durch ein Haarsieb streichen oder im Mixer fein pürieren. Anschließend auf einen Liter Suppe einen knapp gestrichenen Teelöffel Salz zufügen. In kleinen Mengen gegessen, kräftigt diese Karottensuppe nach Professor Ernst Moro das Immunsystem.
  • Echinacea-Kur machen: Eine Einnahme von Purpursonnenhut oder Echinacea kann die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Milzzellen (die ebenfalls für eine reibungslose Abwehrfunktion verantwortlich sind) steigern. Doch Vorsicht: Echinacea sollte nicht länger als acht Wochen kurmäßig eingenommen werden. Eine dauerhafte Immunstimulanz kann ins Gegenteil umschlagen und eine Autoimmunerkrankung wie Schuppenflechte oder Gelenkrheuma fördern.
Text: Sandra Schulte

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