Entzündetes Zahnfleisch: Vorbeugung und Behandlung

Parodontitis sollte nicht ohne Behandlung bleiben, denn entzündetes Zahnfleisch führt schlimmstenfalls zum Zahnverlust.

Was passiert im Körper?

Ob Stress, Wechseljahre, ein geschwächtes Immunsystem oder schlicht das Alter: Parodontitis, also eine Entzündung im Zahnbett, kann viele Ursachen haben. Entsprechend viele Menschen leiden auch unter dieser Erkrankung des Zahnhalteapparates. Schuld ist fast immer eine mangelnde Zahnhygiene. Parodontitis entsteht, wenn sich am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch Plaque festsetzt. Dieser bakterielle Zahnbelag produziert Giftstoffe, die das Zahnfleisch reizen und die unbehandelt bis zum Kieferknochen vordringen können. Das Zahnfleisch geht zurück, es bilden sich mehrere Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Die Zähne verlieren ihren Halt, können sich lockern und ausfallen. Sekundärerscheinungen von Parodontitis sind Wurzelkaries und Zahnstein. Auch Mundtrockenheit kann entzündetes Zahnfleisch zur Folge haben, da zu wenig desinfizierender Speichel produziert wird.

Wie zeigt sich das?

Entzündetes Zahnfleisch ist gerötet, am Zahnhals leicht geschwollen und blutet schnell. Das Zähneputzen bereitet Schmerzen, im Mund ist ein süßlicher Geschmack und die Zähne sind gelockert.

Wie kann ich das verhindern?

Entzündetes Zahnfleisch können Sie verhindern oder ihm zumindest vorbeugen, indem Sie auf eine gründliche Zahnhygiene achten. Reinigen Sie Ihre Zähne etwa eine halbe Stunde nach den Hauptmahlzeiten – entweder mit einer herkömmlichen Zahnbürste (mittlere Borstenhärte) oder aber mit einer elektrischen Zahnbürste. Entfernen Sie dabei auch Beläge auf dem Zungenrücken. Wechseln Sie Ihre Zahnbürste spätestens nach drei Monaten. Auch die Zahnzwischenräume müssen gepflegt werden: Benutzen Sie regelmäßig Zahnseide und Interdentalbürstchen. Alle sechs Monate sollte eine Kontrolle durch den Zahnarzt – zusammen mit einer professionellen Zahnreinigung – erfolgen. Die am Ende der Behandlung vorgenommene Schutzversiegelung mit Fluor können Sie unterstützen, indem Sie auch zu Hause eine fluoridhaltige Zahncreme und ein Mal wöchentlich ein Gel verwenden. Eine gesunde Lebensweise hält auch Ihre Zähne gesund: Meiden Sie Stress, Nikotin und kohlehydratreiche Zwischenmahlzeiten, trinken Sie viel zuckerfreie Getränke, ernähren Sie sich vitamin- und calciumreich und genießen Sie Zitrusfrüchte mit Vorsicht, da deren Säure den Zahnschmelz angreift. Diabetiker müssen darauf achten, richtig eingestellt zu sein. Tragen Sie eine Zahnprothese, muss diese richtig und gut sitzen, da sie sonst die schützenden Schleimhäute verletzen kann.

Was kann ich tun, wenn ich's schon habe?

Sie haben bereits entzündetes Zahnfleisch? Gehen Sie umgehend zu Ihrem Zahnarzt und lassen Sie sich über eine für Sie optimale Therapiemöglichkeit beraten. Zusätzlich sollten Sie die oben genannten Hygienehinweise befolgen.

Text: Nicole Wehr
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