"Woody Allen - A documentary": Woody und wie er die Welt sieht

Mehr als 40 Filme hat Woody Allen bereits gedreht. Mit "Woody Allen - A documentary" kommt am 5. Juli ein Film über ihn in die Kinos. Warum Sie den nicht verpassen sollten - plus Woodys stärkste Sprüche.

Woody Allen steckt mit seinen 76 Jahren noch immer voller Ideen

Bilder von New York fliegen in schnellen Schnitten über die Leinwand, dazu Jazzmusik und Schreibmaschinenbuchstaben, die sich zum Vorspann formieren - als säße man in einem Film von Woody Allen. Doch dies ist kein Film VON, sondern ein Film ÜBER Woody Allen.

Fast zwei Jahre lang begleitete der Dokumentarfilmer Robert Weide den Filmemacher. Den privaten Woody Allen, wie er - unvergleichlich, mit Schlapphut auf dem Kopf - durch die Straßen seiner Kindheit geht. Den Künstler und Schriftsteller Woody Allen bei sich Zuhause, wo er uns Einblick in sein Zettel-System gibt (jeder Zettel eine Idee - und Allen hat noch viele Zettel auf Halde!). Wie er neues Papier in die alte Olympia spannt, die er mit 16 Jahren für 40 Dollar kaufte. Jeden Gag, jedes Theaterstück, jeden Essay, jedes Drehbuch tippt er seitdem auf dieser Schreibmaschine, die niemals stillzustehen scheint. Wie sonst wäre es möglich, dass er seit 40 Jahren jedes Jahr einen Film fertig stellt?

Weides Dokumentation ist eine Zeitreise quer durch Allens Werk und Leben. Anders als Woodys Zettel passt dieses Lebenswerk kaum in eine Schublade, und natürlich nur schwer in 113 Minuten. Weide dokumentiert die enorme Bandbreite von Woody Allens Schaffen mit einer großartigen Auswahl von Film-Ausschnitten. Sowohl aus den frühen, klamaukigen Streifen wie "Bananas" und "Sleeper", als auch aus jenen, die längst Kult geworden sind: "Annie Hall", "Manhattan", "Hannah und ihre Schwestern". Auch "Midnight in Paris" kommt vor, der kommerziell erfolgreichste Allen-Film bislang. Man könnte als Zuschauer leicht den Überblick verlieren. Doch die Interviews mit Allens langjährigen Wegbegleitern, Freunden und Kollegen wie Diane Keaton oder Martin Scorsese dienen als roter Faden in "Woody Allen - A documentary". "Keiner ist wie Woody Allen", darin sind sie sich alle einig.

Die Kommentare und Anekdoten machen Weides Film witzig, kurzweilig und spannend. Woody Allen selbst als Protagonist der Dokumentation ist deren Basis und Beglaubigung: Ohne Woody Allen wäre kein witziger Film über Woody Allen möglich. "Genau genommen hätte Woody drei Spielfilme in dem Zeitraum geschafft, den ich für diese Dokumentation benötigt habe", sagt Robert Weide. Wir sagen: Danke, dass sich Weide dieser Aufgabe angenommen hat!

P.S. Der nächste Allen-Film heißt "To Rome with Love" und kommt am 30. August in die deutschen Kinos. Zum Filmstart wird in BRIGITTE ein Interview mit Woody Allen erscheinen.

Jessica Sabasch
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

"Woody Allen - A documentary": Woody und wie er die Welt sieht

Mehr als 40 Filme hat Woody Allen bereits gedreht. Mit "Woody Allen - A documentary" kommt am 5. Juli ein Film über ihn in die Kinos. Warum Sie den nicht verpassen sollten - plus Woodys stärkste Sprüche.

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden