Reisen ohne Partner: Ein Abenteuer nur für mich!

Reisen ohne Partner: Tatjana Blobel wollte Zeit für sich und reiste allein durch Marokko. Außerdem: eine Radtour durch Deutschland, eine Gruppenreise nach Tibet, Cluburlaub auf Fuerteventura und ein Singlehotel in Österreich.

Mit dem Auto durch Marokko: Und morgens weckt mich der Muezzin

"Weißt du, wo der Pfeffer wächst?", fragt Rashid, bringt die Kutsche zum Halten, reißt einen feinblättrigen Zweig von einem Baum und hält ihn mir unter die Nase. "Das musst du riechen, ist das nicht wunderbar?" Rashid ist Kutscher in Taroudant. Er liebt seinen Beruf, er liebt seine Stadt und er liebt es, den Besuchern seiner Stadt zu erzählen, warum er das tut. Nur im Moment, da hat er ein Problem: Zum einen hat er seinen drei Neffen versprochen, sie mit auf Tour zu nehmen, zum anderen sucht er seine Frau, die auf den Gemüsemarkt zum Einkaufen gegangen ist. Also spielen wir cherchez la femme und machen die Stadtrundfahrt so ganz nebenbei.

Ich sitze vorn mit auf dem Kutschbock, die Neffen Abdullah, Hussan und Hassan hinten stecken ihre entzückenden kleinen, dunklen Köpfe zusammen und kichern. Ich nehme mal an über mich, die komische Touristin aus Deutschland, die ihre Nase überall hineinsteckt. Aber das macht nichts. Ich tauche ein in eine Welt der Sinne, der Gerüche, der Farben, der Stimmen und bin einfach nur glücklich - wie so oft in den letzten Tagen.

Unvergesslich: Begegnung mit einer Berberfamilie im Hohen Atlas

Als ich vor einer Woche in Agadir gelandet bin, wusste ich nur, dass ich für kurze Zeit alles hinter mir lassen wollte, den norddeutschen Winter, die Grippewelle, den Stress im Job und mit den Kindern. Ich hatte den Flug gebucht, den kleinsten Mietwagen und mir im Internet ein paar Adressen zum Übernachten herausgesucht. Mehr nicht.

In Essaouira, der weißen Stadt am Meer, habe ich in Madame Nicoles wunderschön restauriertem Riad "Baladin" die erste Nacht im Schlafsack oben auf der Dachterrasse geschlafen. Ich wollte Sternschnuppen sehen. Drei habe ich gezählt, dann bin ich eingeschlafen. Morgens zum Sonnenaufgang hat mich der Muezzin geweckt mit seinem Singsang "Allahu Akbar - Gott ist groß." Ein tröstlicher Gedanke.

Diese Reise nach Marokko ist eine Reise ins Ungewisse: Seit ich mit 14 einen Familienurlaub hier verbracht habe, hat mich die Sehnsucht nach dem Orient nicht mehr losgelassen. Trotzdem hatte ich jetzt Sorge, allein durch dieses "Macho-Land" zu reisen. Ich wusste nicht wirklich, was mich erwartet, wo ich ankomme und wie das geht, so ganz mit mir allein.

Ob ich mich einsam fühle, verlassen, ängstlich? Aber nichts von alledem. Nicht, als ich abends auf der Terrasse des "Taros" bei einem Glas Weißwein den Sonnenuntergang über dem Meer betrachte, nicht im "Elizir", dem kleinen marokkanischen Restaurant in der Medina von Essaouira, mit dem 60er-Jahre-Mobiliar, der leckeren Tajine, einem Schmorgericht, und den Chansons von Edith Piaf. Nicht in der Nacht, die ich mutterseelenallein im palastähnlichen Riad "Samsara" in Marrakesch verbringe und nur Nicola, die vornehme Hauskatze, mir Gesellschaft leistet. Nicht in den Souks von Marrakesch, wo ich stundenlang mit den Händlern um Taschen und Ketten feilsche.

Auch nicht, als ich einen Tag mit dem Auto über den 2000 Meter hohen Tizi'n'-Test-Pass krieche, immer am Abgrund entlang, trotz meiner Höhenangst. Und nicht im abgelegenen Berberdorf Imlil im Hohen Atlas, wo das Guesthouse ausgebucht ist und ich bei der netten Familie von Abdullah, dem Bergführer, unterkomme. Dort hängen morgens lange Eiszapfen am Baum vor meinem Fenster. Ich krieche unter einem Berg von Berberdecken hervor - der Ofen ist defekt.

Im Tal geht die Sonne auf, ich stehe allein auf der Terrasse, wieder ruft der Muezzin, und ich weiß nicht, was der Tag für mich bereithält. Wahrscheinlich eine neue wunderbare Überraschung. Ich bin glücklich. Geht doch, denke ich.

Reise-Infos Marokko

Solo-Tour: Tatjana Blobel, 48, besuchte Essaouira (li.), fuhr durch den Hohen Atlas (oben li.), ließ sich durch Taroudant kutschieren und freute sich an orientalischen Cafés und liebevoll dekorierten Obstständen

Unterkommen Riad Baladin. Schön restaurierter Stadtpalast in der Altstadt von Essaouira. DZ/F ab 70 Euro (9, Rue Sidi Magdoul, MA-44000 Essaouira, Tel. 002/12/642 44 81 36, www.riadbaladin.com).

Riad Samsara. Wohnen wie in "1001 Nacht" in der Altstadt von Marrakesch (Foto oben). EZ/F ab 90 Euro (6, Derb El Aarsa, Bab Tarzout, 4000-Médina Marrakech, Tel. 002/12/524 37 86 05, www.riadsamsara.com).

Kasabat Annour. Das exklusive Riad ist direkt an der Altstadtmauer von Taroudant. DZ/F ab 60 Euro (in der Kasbah, nahe der Feuerwehr, MA-83000 Taroudant, Tel. 002/12/528 85 45 76, www.kasabat-annour.com).

Genießen Taros. Café, Lounge und Restaurant direkt am Hafen von Essaouira. Trendy - und toll für den Sundowner (Place Moulay Hassan, Tel. 12/24 47 64 07).

Elizir. Kleines marokkanisches Restaurant in der Altstadt von Essaouira (1, Derb Agadir Medina, Tel. 12/24 47 21 03).

Rumkommen Mietwagen z. B. über Avis (www.avis.de) ab Flughafen Marrakesch ab 195 Euro/Woche.

Lesen Guter Reiseführer: "Agadir, Marrakesch, Südmarokko" (22,50 Euro, Reise Know-How).

Radtour in Deutschland: Mit dem Trekking-Bike Richtung Hochstimmung

Susanne Stellwagen, 49, nahm sich zum ersten Mal in ihrem Leben richtig frei: von Job, Mann und ihren zwei Kindern - und erlebte 14 grandios planlose Tage.

Wenn ich sogar den Regen genießen kann, dann habe ich alles richtig gemacht, ging es mir durch den Kopf, als ich unter einer großen Buche im Fürst Pückler Park in Bad Muskau stand. Mein Rad lehnte an dem Baumstamm, ich hörte Curtis Mayfield auf meinem MP3Player, und als es nach einer halben Stunde nur noch tröpfelte, schwang ich mich in den Sattel und fuhr weiter.

Zum ersten Mal habe ich zwei Wochen allein Urlaub gemacht. Ohne Mann und Kinder. Mit meinem Trekking-Bike auf dem Oder-Neisse- und dann noch ein Stück auf dem Elbe-Radweg. Viel mehr Planung gab es nicht, ich wollte nämlich, was in meinem "Berufstätige Mutter-Alltag" immer zu kurz kommt: Freiheit.

Als ich an einem September-Samstag in Zittau aus dem Zug stieg und losradelte, war ich sofort in Hochstimmung. Den Wind auf der Haut und das Kribbeln in den Muskeln zu spüren, die schnellen Abfahrten und schweißtreibenden Steigungen - ich war begeistert. 80 bis 100 Kilometer bin ich jeden Tag gefahren, 1210 Kilometer in 14 Tagen insgesamt, und trotzdem war ich völlig entspannt. Wenn ich Hunger hatte, bin ich irgendwo eingekehrt, wenn ich schlapp war, habe ich mir ein Plätzchen am Fluss gesucht und mich in die Sonne gelegt.

Einsam habe ich mich nie gefühlt. Da waren die Otter, denen ich am Oderbruch in der Dämmerung beim Spielen zusah. Der ältere Herr, der mich in Wittenberg spontan dazu einlud, mir seine Stadt zu zeigen. Und die Gastgeber der Privatpensionen, bei denen ich übernachtete und die mir Geschichten über ihren Heimatort erzählten. Ob mir nicht mulmig wäre, so allein unterwegs als Frau, wurde ich oft gefragt. Aber wovor hätte ich denn Angst haben sollen? Höchstens vor einem Platten. Ich habe nämlich noch nie einen Reifen geflickt.

Reise-Infos Radtouren in Deutschland

Alles am Fluss: Susanne Stellwagen radelte u. a. entlang der Elbe, mit Stopp in Wittenberg

Die Tour. Los ging's auf dem Oder-Neiße-Weg bei Zittau, weiter über Görlitz, Bad Muskau, Groß Breesen bis Ueckermünde und ab Dresden dann auf dem Elbe-Radweg bis Tangermünde.

Lesen Radfernwege Deutschland. Wer noch nicht genau weiß, wohin die Radtour gehen soll, bekommt hier Entscheidungshilfe: Der Führer hat 115 Radtouren mit genauer Längenangabe der Strecke im Angebot (12,90 Euro, Verlag Esterbauer).

Nachradeln Route der Industriekultur per Rad (700 km). Hochöfen, Gasometer und Fördertürme: Diese typischen Wahrzeichen des Ruhrgebiets liegen auf der spannenden Tour. Infos, Bike-Hotels und das genaue Streckennetz mit allen Sehenswürdigkeiten: www.route-industriekultur.de

Mozartradweg (450 km). Durch Chiemgau und Berchtesgadener Land in Deutschland und das Salzburger Land in Österreich. Infos über Strecke, Pensionen: www.mozartradweg.com

Radweg Berlin-Kopenhagen (630 km). Diese Tour führt über Brandenburg und Mecklenburg. In Rostock wird nach Gedser mit der Fähre übergesetzt. Infos zur Strecke und Unterkunft: www.bike-berlin-copenhagen.com

Mit der Reisegruppe zum Himalaja: Gemeinsam der Welt aufs Dach steigen

Weil man ihr Traumziel Tibet allein nicht bereisen darf, beschloss Nadine Oberhuber, 38, ihre Scheu vor organisierten Gruppen-Touren ausnahmsweise mal zu vergessen.

Allein reisen kann ich mittlerweile ziemlich gut - ein ziemlich großes Glück. Eher zufällig sah ich in einem Bildband mein Traumland: Tibet. Ich wollte sofort dahin und der Welt aufs Dach steigen. Nur wollte leider keiner mit.

Ich wäre ja auch dieses Mal allein gefahren, gäbe es da nicht diese eine blöde Regel: Allein darf man das Land nicht bereisen. Mir blieb also nur die Alternative Gruppenreise. Meine einzige Chance. Wenn ich bisher an solche Touren gedacht habe, dann immer auch an die Szene vor ein paar Jahren, als ich an einem Tempel am Ende der Welt saß und vor mir ein Bus hielt. Aus dem wälzten sich etwa 30 schwitzende Männer mit Shorts, Sandalen und aufgedunsenen Bäuchen und bauten sich vorm Tempel auf, bevor einer keuchte: "Ei gugge ma, scheen!" Ich war traumatisiert.

Da meine Sehnsucht nach Tibet größer war als meine Angst vor sächsischen Kegelbrüdern, buchte ich die Gruppenreise. Meine "Clique" setzte sich zusammen aus: pensionierten Studienräten, einem Herrn, der sich nur mit "Herr Professor" anreden ließ, und einer ehemaligen wilden Hippie-Frau, die auf Schritt und Tritt "vor 25 Jahren sah das hier alles noch ganz anders aus" sagte. Zum Glück gehörten auch noch zwei Männer dazu, die ein Paar und deutlich unter 50 waren. Wir freundeten uns an, lachten viel und teilten die Freude an diesem bezaubernden Land mit seinen atemberaubenden Bergmassiven, seinen Klöstern, wo Gebetsfahnen im kühlen Wind flattern, und der Hauptstadt Lhasa mit all ihren Tempeln und dem PotalaPalast, ehemals Sitz des Dalai-Lama.

Mit meinen "zwei Tibetern" machte ich bald wieder Urlaub. Auf dieser Fahrt haben wir uns dann allerdings dermaßen verkracht, dass wir uns nie wieder gesehen haben.

Reise-Infos Tibet

Über den Dingen: Nadine Oberhuber besuchte auch den berühmten PotalaPalast in Lhasa

China und Tibet mit der Lhasa-Bahn. Die Reise des Anbieters World insight Erlebnisreisen dauert 19 Tage, 5 davon verbringt man in Tibet. Ü/F ab 2699 Euro, inklusive Flug ab Frankfurt (www.world-insight.de).

Weitere spannende Gruppenreisen Vietnam-Kambodscha. "Von Onkel Ho in die Stadt der Götter": 21-tägige Rundreise durch Vietnam und Kambodscha per Bus, Schiff und Flugzeug. Auf dem Programm stehen die Verbotene Purpurne Stadt in Hue genauso wie Fischmärkte oder die Shoppingmeile von Phnom Penh. Ein Höhepunkt: ein Kurs in Tempeltanz. Ü/F ab 2299 Euro, inklusive Flug ab Frankfurt (www.marco-polo-reisen.de).

Wild Western. Diese Reise durch Kalifornien und Arizona richtet sich an USA-Fans zwischen 18 und 35 Jahren. Der 14-tägige Trip startet und endet in Los Angeles, dazwischen geht's über Las Vegas, San Diego zum Grand Canyon sowie in die Berge der Sierra Nevada. Ü/F ab 1640 Euro, ohne Flug (www.explorer.de).

Baltikum. Estland, Lettland, Litauen: Die 13-tägige Reise zeigt die Schönheit und Besonderheit der drei Ostseestaaten. Ü/F ab 2250 Euro, inklusive Flug ab Frankfurt (www.studiosus.com).

Im Club auf Fuerteventura: Fünf Sterne für die Viererbande

Alleinreisen bedeutet nicht unweigerlich auch Alleinsein. Vera Sandberg, 60, fand im Cluburlaub auf den Kanaren jede Menge gute Gesellschaft - und genug Rückzugsmöglichkeiten.

Im Flughafen-Shuttle sitzen nur wir zwei: eine blonde Frau aus Berlin, etwa 40, und ich. Beim Begrüßungssekt im Robinson-Club "Jandia Playa" sagt sie wie zur Entschuldigung: "Mein Freund hatte keine Zeit, da bin ich allein los." Ich habe keine Entschuldigung, ich wollte einfach nur allein verreisen. In einen Club. Zum allerersten Mal. Ein Versuch.

Ich könnte mich sofort ins übliche Clubgetümmel stürzen: Kennenlerntreff, mediterraner Kochkurs, Casino-Abend im "Nite-Club" oder "Drei Tippsen auf Tipp-Ex" im Show-Theater. Aber mich locken mehr die stillen Wiesenecken unter großen Bäumen, wo es überall freie Liegen gibt, der breite Strand, das Meer und natürlich das wirklich tolle SportProgramm. Jeden Tag zum Fitness, zum Personal Training: Das habe ich mir vorgenommen. Beim Lesen und Dösen am Strand, den Kopf unterm Schirm, die Beine in der Sonne, vergesse ich die Zeit. Genau, wie ich es mir gewünscht habe. Irgendwann habe ich doch wieder Lust auf Menschen und gehe bei den Tennisplätzen vorbei, um zu gucken, wie sie dort siegen und verlieren.

Zeit für einen Mittags-Snack. Über der belebten Terrasse liegt der Geräuschpegel angeregter Gespräche. Das Clubkonzept und mein eigenes gehen auf: Es gibt nur Achter-Tische, man muss sich also zu jemandem dazusetzen, ob man sich nun traut oder nicht.

Am Tisch, auf den ich mit meinem Croissant und dem Cappuccino zusteuere, sitzt zuerst nur ein windzerzauster Typ in rosa-weiß gestreiftem Hemd und trinkt seinen Kaffee. Schnell sind wir im Gespräch. Immobilienmakler Rüdiger fährt schon seit Jahren immer wieder hierher. Seine zweite Frau, Bettina, ist das erste Mal dabei. Und strahlt mich sofort herzlich an. Wir reden übers Wetter, zu Hause und hier. Sonne statt Nieselregen. 21 Grad im Februar - herrlich. Und wir beiden Frauen verabreden eine Strandwanderung.

"Ist hier noch frei?" Die Stimme gehört zu einem freundlichen Lächeln, blaugrauen Augen und kurzen Hosen. Auch allein unterwegs? Ja. Ab und zu brauche er Sonne und Action, sagt der 60-jährige Wissenschaftler Karl aus Berlin. Noch ein Gleichgesinnter. Wer hätte das gedacht?

Die meisten Leute hier sind Typen wie ich - Best-Ager. Viele Stammgäste, die regelmäßig wiederkommen. Vielleicht sind sie deswegen so gut erhalten: Bewegung, gutes Essen, Entspannung, jede Menge Wellness-Angebote, gute Laune - das gibt es hier im Überfluss. Und trotzdem werde ich in Ruhe gelassen, wenn ich kein Entertainment will.

Ich genieße mein Allein-verreist-Sein - und das noch mehr, seit ich weiß, dass hier irgendwo mindestens drei Leute sind, mit denen ich mich richtig gut unterhalten kann: Bettina, Rüdiger, Karl. Aus uns ist blitzschnell eine tolle Viererbande geworden.

Reise-Infos Fuerteventura

Strand, Sport und mehr: BRIGITTE-Mitarbeiterin Vera Sandberg machte am Jandia Playa zum ersten Mal Cluburlaub

Robinson-Club Jandia Playa. Fünf Nächte im Doppelzimmer zur Einzelnutzung, Vollpension, inklusive Flug von Frankfurt ab 1300 Euro (www.robinson.com). Club-Urlaub kann man auch in 14 weiteren Robinson-Clubs in Europa machen - von "Fleesensee" bis zum "Quinta Da Ria" in Portugal. Außerdem gibt es vier RobinsonClubs in der Türkei, zwei in Marokko, einen in Ägypten und sogar einen auf den Malediven.

Flirten erwünscht: Im Single-Hotel

Flirten musste Susanne Arndt, 44, in Österreich allerdings erst mal wieder lernen. Mit Erfolg.

Nach Jahren der Brutpflege hatte ich mir eine ernste Flirthemmung zugezogen. Ich brauchte dringend Übung und buchte drei Tage im Single-Hotel "Aviva". Hier, in Österreich, machen bis zu 130 Singles gleichzeitig Urlaub. Ziel meines Experiments: mit der Spezies Mann wieder in relevanten Kontakt zu kommen.

Schon beim ersten Dinner am großen Tisch werde ich Teil einer kunterbunten Clique auf Zeit: Wir essen zusammen, entern gemeinsam Bar und Tanzfläche und nach dem Frühstück den Spa. Ich fühle mich gleich geborgen. Nicht der Job ist hier gefragt, sondern das Privatleben. "Single mit Kind", sagt die eine, "getrennt lebend" der andere.

Ich verliebe mich nicht, aber "hübsches Lächeln" kriege ich zu hören, "schöne Frau" und "Tanzen macht Spaß mit dir". Und mein verschrumpeltes Ego wächst auf Großglocknergröße.

Reise-Infos

AVIVA****s make friends. Das Vier-Sterne-Superior-Hotel liegt einsam in den Hügeln des oberösterreichischen Mühlviertels. Alle Einzelzimmer und Suiten haben Südbalkon. Mit Spa und Freizeitund Sportangebot. EZ/HP ab 128 Euro (Höhenweg 1, St. Stefan am Walde,Tel.00 43/7216/376 00, www.hotel-aviva.at).

BRIGITTE 5/2013
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