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Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt

Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt
Die italienische Architektin und Designerin fühlt sich überall zuhause - und verarbeitet ihre Eindrücke aus aller Welt in ihren Entwürfen.
Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt

"Ich weiß nicht, was Heimat ist", sagt Paola Navone, "ich schlafe nie länger als eine Woche im selben Bett." Die italienische Architektin und Designerin ist ständig auf Reisen, auf der Suche nach Inspirationen.

Als noch niemand vom Ethno- oder vom Landhausstil sprach, hat Paola Navone schon Möbel entworfen, die Multikulti zu einem eigenständigen Stil erklärten. Gleich nach dem Studium schloss sie sich der Bewegung um Ettore Sottsass an, die bei der Produktgestaltung nicht länger die Funktion dominieren lassen wollte. Seitdem setzt Paola Navone Entwürfe aus Rattan oder Schmiedeeisen, die in Form und Material eher bescheiden wirken, gegen das Diktat des Hochglanz- und Minimaldesigns.

Droht da nicht die Gefahr peinlicher Geschmacksverletzungen? Nein, es ist die Ermunterung zu individueller Selbstbestimmung. Die 56-Jährige fühlt sich in jeder Kultur zu Hause und verknüpft in ihrer Arbeit ihre Eindrücke. "Mein Kopf ist eine globale Müllhalde", sagt sie. "Alles liegt darin durcheinander. Es ist reiner Zufall, was gerade an die Oberfläche steigt." Deshalb gibt es keinen typischen Paola-Navone-Stil. Nur Wohlfühl-Möbel zum Wohnen - weltweit.

Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt
Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt
Paola Navone: Eindrücke aus aller Welt

Ihr Lebenslauf

1950 wird Paola Navone in Turin (Italien) geboren

1973 schließt sie ihr Architekturstudium in Florenz ab

1974 beginnt sie mit Alessandro Mendini, einem der bekanntesten Designer Italiens, zusammenzuarbeiten; sie entwirft - bis heute - Möbel, Wohnaccessoires, Bodenbeläge

1984 bereist sie drei Jahre lang Thailand, Indonesien, Malaysia und die Philippinen und organisiert in den folgenden Jahren Ausstellungen mit Produkten aus diesen Ländern

Text: Uta Abendroth Fotos: Patrick Gries, Loiuse Billgert, Marc Eggimann, Andreas Sütterlin, Hans van der Mars Ein Artikel aus der BRIGITTE 17/06

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