Natürlich schön: Graue Haare

Keine Lust mehr aufs Färben? Dann bleiben Sie natürlich schön. Die richtige Pflege für graue Haare, von Spülungen bis zur Haarkräftigung.

Eigentlich sind graue Strähnen eine optische Täuschung: Ein einzelnes Haar kann nur weiß oder farbig sein - erst durch die Mischung entsteht der silberne Schimmer. Bei den meisten treten die weißen Partien zunächst an den Schläfen auf und weiten sich dann aus, bis sie den Hinterkopf erreichen. Wer sich bisher die Haare gefärbt hat und jetzt damit aufhören möchte, lässt den nachwachsenden Ansatz alle sechs bis acht Wochen vom Friseur in der natürlichen Farbe strähnen. Bei einem Gelbstich können so genannte Silberspülungen (z. B. "Vital Silberglanz Anti-Gelbstich Farbkur" von Guhl) helfen: Die kühlen Farbpigmente neutralisieren das Gelb und bringen das Haar natürlich schön zum Glänzen.

Wenn das Haar Pigmente verliert, verändert sich nicht nur die Farbe, auch die Struktur wirkt aufgeraut. Gleichzeitig gehen mit der Zeit Lipide verloren. Bereits ab etwa 30 wird jedes Haar pro Jahr ca. 0,5 Prozent dünner, ab 40 lässt das Volumen schon spürbar nach. Deshalb wurden spezielle Anti- Aging-Shampoos und Spülungen mit intensiv pflegenden Inhaltsstoffen entwickelt. Sie sollen das Haar mit Ceramiden und Proteinen auffüllen oder mit einem Polymerfilm umhüllen (z. B. "Masque Substantif" von Kérastase, "Prime Plenish" mit reichhaltigem Jasminöl von Shu Uemura oder "Pro-Age Fülle & Kraft" von Dove). Wirkt das Haar matt und stumpf, können spezielle Wachse (z. B. "3 Wetter Taft 10-Karat- Glanz Gel-Wax" von Schwarzkopf) oder Stylingsprays es wieder zum Glänzen bringen (z. B. "Shine on Crazy" von La Biosthetique): einfach in den Handflächen verreiben und vorsichtig über den Kopf streichen oder direkt aufsprühen.

Haarausfall tritt vor allem in den Wechseljahren auf, wenn der Körper vermehrt das männliche Hormon Testosteron produziert, auf dessen Abbauprodukte viele Frauen empfindlich reagieren. Zum Kräftigen der Haarwurzel enthalten viele Pflegelinien durchblutungsfördernde Wirkstoffe wie Zitrusextrakte (z. B. "Olivenöl Haar-Kräftigungskur" von Dr. Theiss) oder Koffein (z. B. "Plantur 39 Coffein-Shampoo" von Dr. Wolff). Studien belegen, dass diese Substanzen bereits nach zwei Minuten Einwirkzeit bis zum Haarfollikel vordringen. Haarausfall kann aber auch eine Folge von Eisenmangel oder eine Nebenwirkung von Medikamenten sein. Dann können spezielle Nahrungsergänzungsmittel helfen (z. B. "Densitive" von Kérastase oder "Haarfülle" von Innéov). Vorab sich am besten in einer Haarsprechstunde (z. B. an Universitätskliniken) beraten lassen.

Foto: Corbis
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