Die Frisur, die zu mir passt!

Acht Leserinnen und ihr Haar: zu fein, zu brav, zu wenig Volumen, zu farblos... Mit ein paar Handgriffen haben wir in Sachen Haarstyling ein bisschen nachgeholfen.

"Eine Rundbürste für mehr Volumen? Bei meinem Raspelschnitt? Ich dachte, die wollen mich veralbern!"

Die Haare trägt Stephanie Dünhölter schon seit Jahren schön kurz, und das sollte sich auch nicht ändern. Was ihr aber fehlte, war mehr Volumen im Kurzhaarschnitt.

Unser Stylist hat ins trockene Haar ein paar Spritzer Volumenspray gegeben. Danach wurde der fransige Kurzhaarschnitt vom Hinterkopf an und dann entlang dem Seitenscheitel über eine mitteldicke Rundbürste geföhnt. Am Schluss kam extraleichtes Haarwachs in die Spitzen, einzelne Strähnen sind ins Gesicht gezupft.

"Nach zwei Stunden hatte ich ein neues Ich mit viel mehr Haar!"

Sabine Klink ist wegen ihres Berufs viel unterwegs, die Zeit fürs Haarstyling knapp bemessen. Sie hat sehr feines Haar, das sie seit Jahren blondiert. Sie wünschte sich viel mehr Fülle.

Sabine bekam "mehr Haar", nämlich Extensions. Die ca. 20 cm langen Strähnen wurden im Luftdruck-Verfahren unter das Deckhaar gesetzt; anschließend sind sie ganz leicht gestuft worden, damit Sabines Haar und die Echthaar-Extensions natürlich ineinanderfallen. Exten-sions können mindestens zwölf Wochen im Haar bleiben, allerdings sollte man spezielle Bürsten be08nutzen, damit die Haare nicht verkletten. Die Hersteller empfehlen darüber hinaus, auch spezielle Shampoos, Pflege- und Stylingprodukte zu verwenden. Der Grund: Die Knüpfstellen könnten sich sonst vorzeitig lösen, die Haare filzig werden. Extensions können die Haare zwar schön füllig machen, funktionieren aber nicht bei Haarausfall.

"Fahrradtauglich und trotzdem feminin - was will ich mehr?"

Weil Ute Scholz täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, war ihr Anspruch an ihre Frisur: "praktisch". Trotzdem wollte sie weiblich aussehen und trug ihr Haar deshalb schulterlang. Wenn das nur nicht so langweilig ausgesehen hätte...

Utes schulterlanges Haar hatte zwar großzügige Stufen, wirkte aber insgesamt zu schwer. Also bekam sie einen Mix aus hellblonden und mittelblonden Strähnchen, die mit der "Painting-Technik" besonders natürlich wirken und die das Haar optisch auflockern. Weitere Stufen (bereits ab Ohrhöhe und um das Gesicht herum) machen die Frisur noch lebendiger. Nach dem Waschen die halbtrockenen Spitzen mit etwas Stylingfluid zwirbeln. Für die Locken werden die Strähnen mit einer großen Lockenzange bearbeitet (senkrecht halten) und mit den Fingern glatt gestrichen.

"Ich wollte mal ein ganz anderer Typ sein. Wunderbar, jetzt habe ich zwei Looks mit demselben Schnitt."

Pamela Raulfs ist eine unkomplizierte Frau. Aber für Partys liebt sie es, völlig ungewöhnliche Stylings auszuprobieren. Nur zu den Haaren wollten ihr nie viele Varianten einfallen.

Pamelas feines Haar hatte bereits einen perfekten Stufenschnitt - durch ihre leichte Naturwelle ist es jedoch immer ein bisschen gelockt. Innerhalb von zehn Minuten entstand die glatte Pracht: Erst wurde reichlich glättende Lotion im halbtrockenen Haar verteilt und mit dem Kamm gleichmäßig verteilt. Dann wurde das Haar mit dem Föhn über eine viereckige Paddlebürste glatt gezogen. Die Spitzen sind noch mal zwischen den Handflächen extraflach gepresst.

"Die dicken Wickler stehen jetzt bei mir griffbereit, auch für spontane Glamour-Looks."

Steffi Gäbel begleitet ihre Künstler oft zu Premieren. Die Kleidung mit dem richtigen Glamour-Faktor hat sie schon gefunden. Was sie noch suchte, war eine passende Frisur, die sich auf dem roten Teppich gut macht.

Steffi Gäbel bekam zunächst eine Tönung in einem Kupferton. Damit wirken ihre ersten grauen Haare wie rotgoldene Reflexe. Nach dem Trocknen wurde Glanzschaum ins Haar geknetet. Anschließend kam es auf große Wickler und wurde etwa zwei Minuten lang lauwarm geföhnt. Nach dem Abwickeln ist es mit einer viereckigen Paddlebürste durchgekämmt und am Hinterkopf leicht toupiert worden. Der lange Pony ist lässig in die Stirn gezogen. Für stärkere Locken (siehe Foto Seite 31) nach dem Abwickeln nicht mehr kämmen.

"Mein Hinterkopf sah ein bisschen platt aus. Jetzt hat er eine Form. Irre, dass es so einfach war."

Marita Fritz wollte ihr Haar nicht länger als kinnlang tragen: Es verwirbelt sonst im Wind, das mag sie nicht. Was sie aber an der Frisur störte: Ihr Bubikopf machte einen flachen Hinterkopf - das Haar ist einfach zu fein.

Maritas Bubikopf musste hinten mehr Fülle bekommen - und wurde kurzerhand ab Augenbrauenhöhe durchgestuft. Die Stufen stützen das Deckhaar und geben Volumen. Nach dem Waschen (mit einem Farbshampoo) wird etwas festigender festigender Volumenschaum ins handtuchtrockene Haar geknetet. Anschließend von hinten nach vorn über eine große Rundbürste trocken föhnen. Der Pony wird mit den Fingern sanft aus dem Gesicht gestrichen.

"Meine Frisur war viel braver, als ich es eigentlich bin. Jetzt stimmt alles."

Drei Söhne, eine Tochter und der dazugehörige Anhang plus drei quirlige Enkelkinder: Peggy Scheer hat ein großes Herz und immer ein offenes Haus. Sportlich ist sie auch, und das sollte man ihr endlich mal an einer schwungvolleren Frisur ansehen.

Ihr halblanger Stufenschnitt war ein bisschen langweilig und sta-tisch. Da konnten auch die kupferfarbenen Highlights nichts retten, die Peggy bereits im Haar hatte. Also haben wir noch einmal am Pony und um das Gesicht herum nachgestuft, und zwar mit dem Messer. So fällt das Haar fransiger, und der Look erscheint frischer. Auch die Strähnchen wirken nicht mehr so gesetzt. Zum Stylen: ganz wenig Volumenfestiger in den Händen verreiben und mit den Fingern durchs Haar fahren, fertig.

"Lockiges langes Haar ist für mich wie ein Lebensgefühl. Im Handumdrehen krieg ich's jetzt selber hin."

Meike Parussel liebt ihr langes Haar. Sie liebt auch ihre Natur-locken - die zeigten sich allerdings nur bei Regenwetter. Dabei wünschte sich Meike sehnlichst feminine Dauer-Wellen.

Bei langem ungestuftem Haar hängen sich Locken schnell aus. Deshalb haben wir Meikes Haar in sich leicht gestuft, damit es fülliger wirkt. Die weichen Wellen entstanden so: Breite Strähnen wurden erst mit dem Lockenstab bearbeitet, anschließend durchgebürstet, mit den Fingern in Form gelegt und mit Haarspray fixiert. Die warmen Glanzeffekte sind Ergebnis einer honigblonden Tönung.

"Meine Natur- welle hat endlich auch bei Nieselwetter Stil!"

Charlines Haar hat eine starke Naturwelle. Weil sie keine Löwenmähnen mag, hat Charline die Haare immer kurz getragen. Doch an feuchten Herbsttagen kamen die störrischen Locken immer wieder durch.

Die acht Zentimeter langen Stufen wurden auf Streichholzlänge gebracht. Nach dem Waschen eine Kur einwirken lassen, anschließend bändigt Haarwachs die handtuch-trockenen Wellen. Dabei die Stufen mit den Fingern kräftig platt ziehen, das Haar trocknet an der Luft.

Text: Angela Schöneck Fotos: Giovanni Mafrici
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