Schön altern: 30 Beauty- und Styling-Tricks

Dass es Frauen gibt, die "schön altern", liegt nicht nur an guten Genen - mit unseren Beauty-Tipps können Sie der Zeit locker ein Schnippchen schlagen.

1. Bringen Sie Ihren Blick zum Strahlen

"Sex and the City"- Star Sarah Jessica Parker, 46

Ein helles Augenweiß sorgt für das gewisse Leuchten. Unterstützender Beauty-Trick: hautfarbenen Eyeliner am Innenrand des Unterlides aufmalen (z. B. von Chanel). Extra-Tipp: Gloss auftragen - ein Schimmermund lässt nämlich auch die Augen strahlen. Trockene, gerötete Augen lassen sich mit einer speziellen Dexpanthenol- Salbe aus der Apotheke oder Ampullen mit den Pflanzenwirkstoffen des Augentrosts (z. B. von Dr. Hauschka) beruhigen - beides am besten abends vorm Schlafengehen benutzen. Frauen, die viel am Computer sitzen, sollten zur Entspannung der Augen zwischendurch eine Minute lang im Wechsel einen Punkt in der Nähe und kurz darauf einen in einigen Metern Entfernung fixieren.

2. Setzen Sie auf Klassiker

Bei Kleidung sollten klare Linien und klassische Schnitte auf jeden Fall das Rennen machen. Schlichte Hosen, schmale Blazer, T-Shirts oder Seidenblusen sehen jetzt einfach besser aus als verspielte Volants, Rüschlein oder alles andere, was an die rosaroten Teeniezeiten erinnert. Wenig ratsam für Frauen jenseits der 30 sind übrigens auch Zöpfe.

3. Wählen Sie den richtigen Schnitt

Weiche Wellen umschmeicheln das Gesicht und lassen die Konturen sanfter wirken. Fallen noch einzelne Strähnen ins Gesicht, wirkt der Look meist natürlicher als ganz streng zurückgenommene oder superkurz geschnittene Haare.

4. Betonen Sie Ihre Weiblichkeit

Kino-Heldin Julianne Moore, 51

Ein schöner, gut durchbluteter Mund ist ein Symbol für Jugendlichkeit - und Verführung. So bleiben die Lippen schön: ein wenig Augencreme daraufgeben und gleich auch die zarte Haut rund um den Mund mit einbeziehen. Wirkstoffe wie Hyaluronsäure in der Creme können zusätzlich Lippenfältchen kurzzeitig aufpolstern, außerdem sorgt die Mini-Massage für gute Durchblutung. Besonders unauffällig helfen Sie dem Lippenrot auf diese Art nach: einen Lippenstift in einem Beerenton mit der Fingerkuppe auftupfen - von der Mundmitte nach außen. Bei sehr trockenen Lippen einen Pflegebalsam (z. B. "Everon" von Weleda) vor dem Lippenstift einmassieren. Denn trockene, schuppende Lippen sehen geschminkt nicht wirklich gut aus.

5. Bleiben Sie blond

Aschige Blondtöne schmeicheln dem Teint: Sie gleichen Rötungen aus, lassen das Ge-sicht weicher wirken, und erste graue Haare fallen weniger auf. Wenn Sie sich zwischen zwei Nuancen nicht entscheiden können, nehmen Sie besser die hellere. Extremes Wasserstoff-blond wirkt meist künstlich. Frauen mit olivfarbenem Teint sollten allerdings lieber in Brü-nett-Nuancen tönen - Blond lässt sie zu fahl wirken.

6. Gehen Sie zur Kosmetikerin

Eine effektive Anti-Age-Behandlung gibt es schließlich auch bei ihr: Mikrodermabrasion. Dabei schießt ein Luftstrahl feinste Partikel auf die Haut und saugt sie wieder ab. Dadurch werden die obersten Schüppchen entfernt, und die Haut erhält das Signal, neues Kollagen zu produzieren - zudem wird der Weg für nachfolgende Pflegestoffe geebnet. Auf der Suche nach geeigneten Instituten nicht fündig geworden? Fragen Sie in großen Hautarztpraxen nach - sie beschäftigen häufig auch Kosmetikerinnen. Im neuen Hamburger "Eucerin Haut Institut" wird im Anschluss noch eine Ultraschall-Behandlung angeboten, die feuchtigkeitsbindende Pflege tief in die Haut schleust. Bei dem Treatment kann übrigens gezielt auf einzelne Partien wie etwa feine Raucherfältchen um den Mund eingegangen werden. Wer beides vier bis sechs Wochen lang einmal wöchentlich macht, soll etwa ein halbes Jahr etwas von dem Ergebnis haben (www.eucerin.com).

7. Bringen Sie Fülle ins Haar

Schauspielerin Corinna Harfouch

Vor dem Föhnen extra leichtes Volumenspray (z. B. "Volu- Mist" von Davines) auf die Oberkopfpartie geben - bis auf die Kopfhaut, damit auch die Ansätze genug abbekommen. Beim Föhnen dann die Haare oberhalb der Hutlinie mit den Händen, bei sehr feinem Haar mit der Bürste nach oben stylen, Ansätze dabei im 90-Grad-Winkel zur Kopfhaut hochziehen.

8. Sorgen Sie für einen ebenmäßigen Teint

Der ist entscheidender für frische jugendliche Ausstrahlung als glatte, faltenfreie Haut! Das belegt eine neue Studie von L'Oréal International an Frauen aller Hautfarben zwischen 20 und 60. Und viele Cremes setzen genau dort an: Sie helfen, die Poren zu verfeinern (z. B. "Idealia" mit Kombucha-Extrakt von Vichy, ab April), den Teint aufzuhellen (z. B. "Pigment Regulator" von Skin Ceuticals) oder rote Äderchen zu lindern (z. B. "Rosaliac AR Intense" von La Roche-Posay). Wer mit Make-up ausgleicht, sollte nicht komplett grundieren - das lässt Fältchen tiefer und das Gesicht maskenhaft wirken.

9. Benutzen Sie Rouge

Der schnellste Weg zu frühlingsfrischem Teint! Die beste Farbe: Apricot, das schmeichelt jedem Hautton. Bester Auftragepunkt: entlang des Wangenknochens. Wer mag, kann für noch mehr frische Ausstrahlung eine pinkfarbene Rouge-Nuance auf die so genannte Apfelbäckchen-Position setzen (wenn Sie lächeln, der höchste Punkt der Wangen). Extra- Tipp: ab dem 40. Geburtstag Rouge besser außen und nicht zu tief ins Gesicht hineinpinseln - so werden die Gesichtszüge optisch geliftet.

10. Bereiten Sie Ihre Haut auf den Duft vor

TV-Star Iris Berben, 61

Wenn Sie die Haut nach dem Duschen gut eincremen, kann Ihr Lieblingsparfüm besser wirken. Weshalb? Ab 40 wird die Haut immer trockener, Düfte haften dann nicht mehr so gut. Und wenn der Lieblingsduft plötzlich ganz anders riecht? Das kann passieren, weil eine Hormonumstellung die Zusammensetzung des Hautfilms nachhaltig verändert. Suchen Sie sich einen neuen Duft, der jetzt zu Ihnen passt. Zum Beispiel mit dem BRIGITTE-Parfümfinder unter: www.brigitte.de/parfuemfinder

11. Drehen Sie bei der Party- Frisur ruhig mal auf

Es gibt Haarteile, mit denen Sie ganz leicht tricksen können (z. B. "Magic Hair" von Schwarzkopf) - vorausgesetzt, Ihre Haare haben den gleichen Farbton und bedecken die Clipse, an denen sie befestigt werden. Damit gelingen endlich auch die tollen angesagten Ballerina-Knoten.

12. Spielen Sie mit Farben

Eine bunte Tasche, ein gelber Schuh oder ein knallgrüner Pullover: tolle Highlights! Langweilige Ton­in­Ton­Kom­binationen machen Sie dage­gen unsichtbar - und da der Teint mit den Jahren fahler wird, sollten Sie auch Beige­Grau­Töne nur dann einset­zen, wenn sie wirklich gut zu Ihrem Typ passen.

13. Versuchen Sie es mit der Allzweck-Pille

Model und Schauspielerin Lauren Hutton, 68

Studien zeigen, dass Nahrungsergän­zungsmittel (z. B. "Innéov Anti­Age­Zell­schutz") mit Farbstoffen aus der Orangenschale (Hesperidin) und Vitamin C den so genannten inflammatorischen Stress lindern können. Damit sind Mikro­Entzündungen gemeint, die durch Schlafmangel oder Übergewicht entstehen können, sich im Körper unbemerkt verbreiten und für Fältchen, Alters­flecken oder rote Äderchen sorgen. Durch Untersuchungen belegt: Nach sechs Monaten gibt's bis zu 16 Prozent weniger Falten - und darüber hinaus stärkere Knochen.

14. Stehen Sie zu Ihrem grauen Haar

Silbergrau gilt schon seit Längerem als das neue Blond. Für eine klare Farbe sorgen Silbershampoos (z. B. "Vital Silberglanz" von Guhl), die Gelb neutralisieren. Tollen Glanz bringen Wachse oder Stylingsprays, die in den Händen verrieben und vorsichtig über den Kopf gestrichen oder direkt aufgesprüht werden (z. B. "3 Wetter Taft 10-Karat-Glanz Gel-Wax" von Schwarzkopf oder "Shine On Crazy"-Spray von La Biosthétique).

15. Lassen Sie sich einen Pony schneiden

Der macht Stirnfalten unsichtbar! Langen, schmalen Gesichtern steht eine volle, runden Gesichtsformen eine schräge Variante.

16. Setzen Sie Schmuck ein

Australierin in Hollywood: cate Blanchett, 42

Und zwar am besten als Extra zu schlichten, nicht zu verspielten Outfits: Dazu sehen sowohl feiner Echtschmuck als auch große Ringe oder auffällige Ethno-Ketten richtig gut aus.

17. Schaffen Sie weiche Übergänge

Die wirken mit zunehmendem Alter einfach harmonischer. Also besser transparente als stark deckende dunkle Lippenstifte wählen; in Pink-Nuancen bringen sie auch noch Frische (z. B. von Clarins oder Clinique). Von flüssigem Lidstrich auf den softeren Look mit Gel-Eyeliner oder Kajal umsteigen - gut auch bei Fältchen auf dem Lid. Statt rosiger Make-ups ( verstärken Couperose) Grundierungen in Beigetönen testen (z. B. "Active Moist Make-up" von Isadora). Lidschatten in Braunrosé betont den Blick, ohne ihn zu verdunkeln (z. B. "Eye Shadow Haux" von Mac).

18. Achten Sie auf die richtige Pflege

Soll der Teint strahlen, brauchen Sie vor allem eine typ gerechte Pflege - nur wenn das Verhält-nis von Fett und Feuchtigkeit optimal zu Ihrer Haut passt, fühlt sich diese zart an. Je rauer dagegen die Gesichtshaut ist, desto mehr wird das einfallende Licht gebrochen - und desto fahler wirkt der Teint.

19. Probieren Sie mal wieder Neues aus

Spielte u.a die Queen: Helen Mirren, 66

Wir verändern uns, lernen Neues, Tag für Tag... Um mit der Zeit zu gehen, sollten Sie sich etwa alle zehn Jahre beraten lassen - von einem guten Friseur etwa oder auch einer Stylistin. Denn mit der Zeit wird das Haar feiner, der Körper wandelt sich - und plötzlich passen die Frisur oder die Lieblingsfarbe nicht mehr richtig. Und manchmal beschleicht einen eben dieses gewisse Gefühl, dass bestimmte Looks einfach nicht mehr ge-hen. Hören Sie auf Ihren Bauch, wählen Sie Stylings, die Ihnen intuitiv zusagen - und mit denen Sie automa-tisch authentisch, natürlich schön und um Jahre jün-ger wirken. Gute Friseure, die beraten können, finden Sie z. B. unter www.brigitte.de/beauty-adressen

20. Stylen Sie Ihre Brauen

Offen und präsent ins Leben blicken - Brauen-Styling macht's möglich. Besonders die Härchen unterm Brauenbogen, die Richtung Lid wachsen, drücken das Auge optisch herunter. Die Faustformel für schöne Brauen: die ersten zwei Drittel bis zum höchsten Punkt der Braue etwa gleich breit und gerade lassen, zum Ende hin ein wenig schmaler werden. Tipp: vorher eine warme Kompresse machen, so zupft es sich leichter. Und: Nachmittags ist man weniger schmerzempfindlich.

21. Lassen Sie regelmäßig die Spitzen schneiden

Und zwar einmal im Monat um einen knappen Zentime-ter. Dabei wird das Haar auf Dauer nicht kürzer, wirkt aber durch eine klare Linie gesün-der und voller. Fisselhaare sehen dagegen schnell brü-chig und dünn aus.

22. Investieren Sie in Qualität

Dreifach Oscar-gekrönt: Meryl Streep, 62

Ein bewährter Shopping-Trick: Geben Sie hin und wieder ruhig ein bisschen mehr für ein Stück aus, von dem Sie glauben, es hätte das Zeug zum Lieblingsteil, statt jeden Trend mitmachen zu wollen und ständig neue Sachen zu kaufen. Die Mode verändert sich im Grunde gar nicht so schnell: Der Anzug vom letzten Jahr braucht nur eine trendige Bluse, einen anderen Schuh, eine besondere Art-déco-Brosche - und schon ist er up to date.

23. Denken Sie an Ihre Zähne!

Helle Zähne lassen jünger wirken, deshalb halten Cremes, die über ef-fektive Putzkörper oder optisch aufhellende Blaupigmente verfügen (z. B. "White Now Ice Cool Mint" von Signal), die Zeit ein bisschen an. Ebenso Creme, die künstlichen Zahn-schmelz aufbringt (z. B. "Biorepair" von Dr. Wolff) - Schmelz-abbau lässt die Zähne gelber werden. Strahlend weiß macht sie ein Bleaching; oberflächlich anhaftende Pigmente (z. B. aus Tee) entfernt auch die professionelle Zahnreinigung.

24. Nehmen Sie Shampoo gegen Haarausfall

Spezielle Shampoos und Kopfhaut-Tinkturen können helfen, hormonellen Haarausfall zu lindern: Koffein regt die Durchblutung an (z. B. in "Plantur 39 Coffein-Shampoo" von Dr. Wolff), Aminosäuren stärken das Haar (z. B. in "Elvital Arginin Resist" von L'Oréal Paris), der Wirkstoff Minoxidil (z. B. in "Regaine Frauen") verlängert die Wachs-tumsphase, und sein Verwandter Aminexil kann Haar-wurzeln besseren Halt geben (z. B. "Intra Force Hair Advance" von Redken, "Dercos Aminexil Pro" von Vichy).

25. Seien Sie vorsichtig mit verspielten Mustern

Schauspielerin, Diane Keaton, 66

Wenn Sie Muster mögen, greifen Sie am besten nur zu klaren, grafischen Formen - kleine, verspielte verwischen den Look dagegen eher.

26. Lernen Sie zu entspannen

Ist gesünder - und beschert obendrein eine schöne Ausstrahlung. Für relaxte Gesichtszüge: Zähne auseinander und immer mal wieder ganz bewusst den Unterkiefer locker lassen. Danach den Bereich zwischen den Augenbrauen mit den Fingerkuppen sanft ausstreichen. Ein anthroposophisches Mittel, um im größten Trubel die Ruhe zu bewahren: Gold und Mineralien - in homöopathischer Form - in stärkehaltige Tabletten gepresst ("Neurodoron" von Weleda).

27. Lassen Sie Vintage besser sein

So hart es klingt: Mäntel und Kleider aus den 50ern, 60ern oder 70ern sollten Sie verschenken oder in die Flohmarktkiste legen. Der Retro-Look sieht nur an ganz jungen Frauen gut aus. Ab 50 nur noch in Ausnahmefällen.

28. Straffen Sie Ihren Bauch

Das geht fast nebenbei, wenn Sie z. B. im Büro möglichst gerade auf einem Gymnastikball sitzen. Noch intensiver wirkt es, wenn Sie zwischen-durch die Beine abwechselnd wenige Zentimeter anheben. Das trainiert die Core-Muskulatur, also die tiefliegenden Bauch-, Rücken- und Becken-bodenmuskeln. Dazu noch zwei- bis dreimal pro Woche eine halbe Stunde für Ausdauersport wie Laufen oder Schwimmen einplanen - dann muss der Bauch bald nicht mehr eingezogen werden.

29. Tragen Sie mal wieder Mascara

Eine der besten Anti-Aging- Maßnahmen? Wimperntusche benutzen! Die wirkt wie ein Zoom. Damit die Härchen nicht leiden (dünner werden sie mit den Jahren sowieso), beim Abschminken ein Reinigungspad auf die Wimpern legen, andrücken, einwirken lassen und die Tusche in sanfter Ruckelbewegung entfernen. Praktisch: verdichtende Extensions, die wochenlang halten. Nachteil: nicht ganz billig (ab ca. 200 Euro). Alternative: Kunstwimpern (z. B. von Artdeco).

30. Halten Sie Ihre Nägel fit

Lack ist ein unschlagbares Trend-Accessoire. Damit die Nägel glatt und schön bleiben, sollten Sie ihnen nach jedem Lackentfernen eine Gute-Nacht-Kur mit Öl gönnen - bei häufigem Lösungsmittelkontakt trocknen sie aus, können splittern und brechen. So ein Mini-Treatment pflegt auch die Nagelhaut, die einen Schutz gegen Keime bietet (und damit gegen Störungen des Nagelwachstums). Extra-Tipp: Nägel mit einer Mineralfeile (z. B. von Alessandro) in eine Richtung feilen, das versiegelt die Ränder.

Fotos: Dirk Dunkelberg/Photoselection, Tesh (2), Ruven Afanador, Markus Jans, Ian White, Jack Guy/Corbis Outline, Corbis, ddp Text: Melanie Grimsehl, Angela Schöneck

Wer hier schreibt:

Melanie Grimsehl
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