Deos: schnell frisch!

Egal, ob Vorstellungsgespräch, aufregende Party oder Jogging im Stadtpark: Die neuen Deos, Anti-Transpirantien und Kristallsteine geben ein sicheres Gefühl.

Warum schwitzen wir?

Eigentlich ist Schwitzen lebensnotwendig: Dadurch kann die Körpertemperatur reguliert und eine Überhitzung des Organismus vermieden werden - denn die Feuchtigkeit (normalerweise bis zu einem Liter pro Tag), die auf der Haut verdunstet, kühlt. Frischer Schweiß ist dabei immer geruchlos. Erst wenn Bakterien ins Spiel kommen, beginnt's unangenehm zu riechen.

Empfindlich?

Dann sind Deos und Anti-Transpirantien gut, die frei von Alkohol (z. B. von Mum) und Parfüm sind und milde Essenzen wie Perlenextrakt (z. B. von Nivea), Allantoin (z. B. von Bebe) oder Aloe vera (z. B. von Rexona) enthalten. Um Bakterien den Nährboden zu entziehen, Achseln rasieren.

Deos - Die Bakterienkiller

Deos enthalten antibakterielle Wirkstoffe wie Alkohol und zarte Parfümierungen, mit denen unangenehmer Geruch neutralisiert bzw. überdeckt wird. Rund um die Uhr und trotzdem mild wirkt eine schützende Formel (z. B. von Nivea) mit naturidentischen Extrakten aus dem Sekret des Blaufußtölpels (Wasservogel): Sie schützt vor Bakterien und besteht aus wasserabweisenden Lipiden (Fetten).

Anti-Transpiranten: Die Schweißblocker

Wir reden immer nur von Deos - die meisten Produkte auf dem Markt sind aber Anti-Transpirantien, die zusätzlich Aluminiumsalze enthalten. Diese Salze legen sich als feiner Film über die Schweißdrüsen und blockieren dadurch den Schweißfluss (siehe Zeichnung). Ähnlich funktionieren auch Deo-Kristalle, die mit Wasser angelöst werden (z. B von Murnauer). "Intelligente" Geruchsstopper (z. B. von Rexona) sollen immer dann, wenn man etwas stärker schwitzt, mehr Salze freisetzen. Praktisch: Anti-Transpirantien, die keinen weißen Film mehr auf Haut oder Kleidung hinterlassen (z. B. von Fa). Und bis zu sieben Tage wirken sollen Anti-Transpirant-Cremes (z. B. von Vichy).

Lieber nicht!

Deo nicht erst auftragen, wenn man bereits schwitzt - "dann entsteht ein unangenehmer Mischgeruch", so Dr. Barbara Heide, Leiterin der Produktentwicklung Körperpflegemittel und Duftwässer bei Schwarzkopf & Henkel. Bei einem Anti-Transpirant kann es sogar sein, dass die Aluminiumsalze nicht auf der Schweißdrüse haften können und deshalb kaum wirken. Besser: kurz die Achseln mit Wasser und Seife waschen und anschließend einsprühen.

Experten-Tipp Deos

Drei Fragen an Dr. Kathi Turnbull, Hautärztin im Dermatologikum Hamburg

Kann es zu Hautreizungen kommen, wenn Anti-Transpirantien die Schweißdrüsen teilweise verschließen? Nein, weil das Schwitzen ja nie völlig unterbunden wird. Falls doch Probleme auftauchen, sollte man Anti-Transpirantien nur alle zwei Tage benutzen. Meist reicht das aus. Zu welcher Tageszeit sollte man sie denn am besten auftragen? Abends - auf die gereinigte Haut. Denn nachts ist die Aktivität der Schweißdrüsen weniger stark, so dass die Lösungen dann besser eindringen können. Was können Hautärzte in Härtefällen gegen extremes Schwitzen tun? Sie können höher konzentrierte Anti-Transpirantien verschreiben, die in der Apotheke angemischt werden. Hilft das nicht, kann man es mit Botox versuchen: Das hemmt die Achselnerven und damit die Schweißproduktion. Die Wirkung hält bis zu sechs Monate, dann muss erneut gespritzt werden. Die Kosten werden in der Regel von den Kassen übernommen.

Fotos: Alan Ginsburg (2) Illustration: Armin Metzger Text: Marina Knippel
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