Körper pflegen: Beauty-Tricks für schnelle Ergebnisse

Unseren Körper zu pflegen, ist ein Vollzeit-Job: Cremen, maniküren, pediküren. Wir zeigen Ihnen, wie trotzdem noch Zeit für anderes bleibt.

Cremen

Mit den Jahren wird die Haut immer trockener und spröder. Wenn Sie sich nicht täglich von Kopf bis Fuß eincremen wollen: Sorgen Sie dafür, dass die Haut schon beim Duschen ihr Fett wegkriegt. Gut sind reichhaltige Duschcremes und -öle, die beispielsweise Sheabutter, Mandel-, Avocado- oder Safloröl aus der Färberdistel enthalten (z. B. "Ictyane Milde Waschcreme" von Ducray, "Sensitive Duschöl F" von Eubos, "Nutriskin Duschcreme mit Weißem Pfirsich" von Fa, "Duschöl" von Sebamed). Auch Körperöle umhüllen die Haut mit einem samtigen Schutzfilm: duschen, Öl unter der Dusche in die noch feuchte Haut einmassieren, kurz einziehen lassen, abspülen - fertig. Schön im Sommer sind beispielsweise Jojobaöl (z. B. in "Active Aroma Körperöl" von Primavera) oder Kokosöl (z. B. von Ligne St. Barth).

Dauer: ca. ein bis drei Minuten.

Haare entfernen

Durchschnittlich 16800 Härchen an den Beinen und etwa 600 unter den Achseln, die im Monat rund 9 Millimeter wachsen - wer denen regelmäßig zu Leibe rücken will, braucht Zeit. Mit dem Nassrasierer geht es zwar schnell, aber dafür sind die Haare auch sofort wieder da. Etwas länger Ruhe, bis zu drei Wochen, hat man mit einem Epilierer, da mit ihm die Härchen mit der Wurzel ausgerissen werden.

Als Geheimtipp zur dauerhaften Haarentfernung gelten IPL-Blitzlichtlampen (IPL: Intensed Pulsed Light), mit denen normalerweise Ärzte arbeiten. In abgeschwächter Form gibt es diese Geräte mittlerweile auch für den Hausgebrauch zu kaufen (z. B. "Lumea SC 2001" von Philips, "i-light" von Remington). Sie senden hochenergetische Lichtimpulse aus, die über das Melanin des Haares zur Haarwurzel geleitet werden, diese beschädigen und so das Haarwachstum bremsen. Am besten funktioniert das bei richtig dunklen Haaren - bei hellem Flaum oder weißen Haaren klappt es dagegen nicht, da das Melanin fehlt. Man sollte versuchen, Leberflecke bei der Behandlung auszusparen, und auch jede Stelle nur einmal belichten.

Dauer: Für die Beine muss man eine halbe bis eine Stunde einplanen. Da nur die Haare erwischt werden können, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden, muss die Lichtbehandlung mehrfach wiederholt werden. So sollten die (vorab rasierten) Beine alle vier Wochen, die übrigen Bereiche alle zwei Wochen mit den sanften Lichtimpulsen behandelt werden. Wer das drei Monate konsequent durchzieht, sollte danach mehrere Monate Ruhe haben. Kosten: ca. 300 bis 500 Euro (evtl. plus Nachfüllkartuschen).

Wenn Sie noch länger Ihre Ruhe haben wollen: "Im Prinzip gibt es drei Geräte, die so effektiv arbeiten, dass sie Haarwuchs dauerhaft zerstören können: den Dioden-Laser, den Alexandrit-Laser und eine bestimmte IPL-Blitzlichtlampe", sagt Dr. Afschin Fatemi, ärztlicher Leiter der S-thetic Clinics in Düsseldorf, Hamburg und München. Mit vier bis fünf Sitzungen beim Arzt sollen so mindestens 70 bis 80 Prozent der Haare dauerhaft zerstört werden. Das, was spärlich nachwächst, kann man nach 6 bis 12 Monaten noch mal lasern lassen. Ohne Nebenwirkungen ist diese Behandlung allerdings nicht: Schwellungen und Rötungen am ersten Tag sind normal. "Kritisch wird es, wenn die Härchen mit zu viel Energie behandelt werden, so dass es zu Verbrennungen oder Pigmentverschiebungen kommen kann. Dann bleiben braune oder weiße Flecken zurück, wobei die braunen nach ein bis vier Monaten wieder verschwinden", sagt Dr. Fatemi.

Wichtig: In der ersten Woche sollte man die Sonne meiden, auch danach muss ein hoher Lichtschutzfaktor verwendet werden, um die Haut vor UV-Strahlen zu schützen (LSF 50+, z. B. von Avène, La Roche-Posay, Eucerin).

Dauer: Einen Damenbart kann man binnen drei bis vier Minuten behandeln, die Achseln im Zeitraum von zehn Minuten und Beine innerhalb von 40 bis 50 Minuten. Dabei muss man vier- bis fünfmal im Abstand von vier bis sechs Wochen antreten. Kosten pro Sitzung: abhängig von Aufwand, also Behandlungsfläche und Stärke der Behaarung. Damenbart z. B. 50 bis 100 Euro, Beine ca. 400 Euro.

Augenbrauen zupfen

Die Härchen wachsen mit den Jahren ohnehin spärlicher, da könnte man auf den Zeitaufwand für das Brauenzupfen doch gleich verzichten? Klar, das geht auch. Betonte, schön geschwungene Augenbrauen haben allerdings zwei große Vorteile: Sie lassen das Gesicht ausdrucksstärker erscheinen - und es wirkt auch freundlicher, wenn die Enden der Brauen nicht zu tief liegen und über der Nasenwurzel keine Härchen sprießen.

Die perfekte Augenbrauenform finden Sie, wenn Sie sich einen dünnen Bleistift vorstellen (oder tatsächlich zu Hilfe nehmen): 1. Der Bleistift wird an den Nasenflügel angelegt und zeigt senkrecht nach oben: Das definiert den Anfangspunkt der Braue. 2. Der Bleistift zeigt diagonal vom Nasenflügel zum äußeren Augenwinkel und zur Braue: Das ist der Endpunkt. 3. Die diagonale Linie vom Nasenflügel über die Iris definiert den idealerweise höchsten Punkt der Braue. Am einfachsten und effektivsten ist es, die Augenbrauen einmal - eventuell mithilfe eines Profis - in eine schöne Form zu bringen, dann regelmäßig jeden zweiten Tag den "Nachwuchs" zu kontrollieren und gleich zu entfernen. Gezupft wird am besten mit einer abgeschrägten Pinzette (z. B. von Tweezerman, Wilkinson), stets von unten und in Wuchsrichtung. Hilfreich ist dafür ein Vergrößerungsspiegel.

Ein Tipp gegen Rötungen und Schmerzen: Vor dem Zupfen die Poren mit einem warmen Waschlappen öffnen und die Pinzette direkt aus dem Kühlschrank nehmen, denn die Kälte wirkt leicht betäubend. Die Haut anschließend mit Kamillentee beruhigen.

Dauer: ca. zehn Minuten, Nachzupfen: ca. eine Minute.

Wenn Sie noch etwas länger Ihre Ruhe haben wollen: Im Trend: Brauenwaxing in Kosmetikinstituten (z. B. Ales-sandro, Benefit Brow-Bars, wax-in-the-city.com). Dazu wird die Wunschform der Brauen mit einem weißen Stift vorgezeichnet. Anschließend trägt die Brauen-Stylistin vorgewärmten Bienenwachs mit einem Minispatel unter den Brauen auf und entfernt ihn ruck, zuck wieder. So verschwindet selbst blonder Flaum. Damit es nicht allzu stark ziept, wird die Haut mit Vaseline, Hamameliswasser und kühlendem Aloe-vera-Gel beruhigt.

Dauer: ca. 15 bis 20 Minuten. Danach haben Sie ca. ein bis drei Wochen Ruhe. Kosten: ca. 10 bis 20 Euro.

Maniküre

Fingernägel wachsen durchschnittlich 3,5 Millimeter pro Monat - in den Sommermonaten aufgrund der UV-Einstrahlung noch einen Tick schneller.

Machen Sie es einfach kurz: Nägel feilen - immer von der Nagelseite zur Mitte. Es gibt Multifunktionsfeilen, mit denen Sie kürzen, formen, glätten und polieren können. Gegen überschüssige Nagelhaut hilft ein Nagelpeeling: auftragen, kurz einziehen lassen, mit lauwarmem Wasser abwaschen und Nagelhaut mit Frotteehandtuch sanft zurückschieben.

Ist dazu keine Zeit: Nägel wenigstens rumdum einölen oder -cremen - so sehen sie gleich viel gepflegter aus (z. B. "Crème Abricot" von Dior Manicure, "Neem Nagelöl" von Dr. Hauschka).

Dauer: ca. fünf Minuten. Wer das regelmäßig macht, kann sich ein großes Manikür-Programm ersparen.

Wenn Sie noch etwas länger Ihre Ruhe haben wollen: Im Kosmetikstudio erhalten die Nägel einen professionellen Feinschliff, und die Hände wer-den ebenfalls verwöhnt. Das lässt sich auch zwischendurch beim Stadtbummel einschieben, denn professionelle Nagel-studios, die auf Pflege spezialisiert sind, finden sich teilweise direkt in den großen Kaufhäusern (z. B. "Alessandro Nail & Foot Spa" im Berliner KaDeWe, "LCN Nail & Beauty Center" im Hamburger Alsterhaus und im Münchner Oberpollinger). Wenn die Hände nicht allzu sehr beansprucht werden, sehen sie nach so einer Behandlung drei bis vier Wochen gut aus.

Dauer: ca. 20 bis 30 Minuten. Kosten: ca. 20 bis 40 Euro.

Haare färben

Etwa mit Anfang 40, wenn die Melaninproduktion in den Haar-follikeln gedrosselt wird, verliert das Haar an Pigmenten. Die Folge: Irgendwann erscheint es grau. Wer sich daran stört, kann die Haare färben (lassen), nur: Schon nach zwei bis vier Wochen ist ein unschöner Ansatz deutlich sichtbar. Man kann das Nachcolorieren allerdings eine Zeit lang hinauszögern, wenn man den Ansatz kaschiert.

Erste-Hilfe-Tricks gibt der Premium-Friseur Gerhard Traub, Inhaber von A&T-Friseure im "Hotel Bayrischer Hof", München: "Man sollte das Haar nicht zu flach föhnen und auch nicht zu ordentlich. Mit dem Stielkamm können Sie einen lockeren Zickzack-Scheitel ziehen oder mit einer Rundbürste am Ansatz mehr Volumen aufbauen." Auch gut bei längerem Haar: zurückkämmen und feststecken oder zum Zopf binden.

Wenn Sie noch etwas länger Ihre Ruhe haben wollen: Es hilft, nach etwa zwei Wochen nur die Gesichtskontur- und Scheitelpartie bis zum Hinterkopf nachzufärben. Mit einem "Ansatz-Set" können Sie die Zeit zwischen zwei Colorationen gut überbrücken. Die Farbe wird dabei mit einem Pinsel auf Ansatz und Schläfen des trockenen ungewaschenen Haares aufgetragen und schon nach zehn Minuten wieder abgewaschen (z. B. Schwarzkopf Diadem). Diese Methode eignet sich allerdings nur bei grauen und helleren Ansätzen, dunklere Ansätze kann man damit nicht aufhellen.

Dauer: ca. 15 Minuten.

Haare schneiden

Ein lässiger Pony ist im Trend - allerdings muss er auch regelmäßig geschnitten werden. Sie haben keine Zeit, alle vier Wochen zum Friseur zu gehen? Mit ein bisschen Geschick bekommen Sie das Kürzen auch allein hin. Am besten ist es, den Pony mit einer Spezialschere (ab ca. 20 Euro) trocken zu schneiden.

So geht es: Haare abscheiteln und die Seitenpartien mit Clips wegstecken. Haare glatt kämmen (aber nicht platt an den Kopf striegeln), locker zwischen Zeige- und Mittelfinger halten und etwas von der Stirn wegziehen. Bei einem geraden Pony können Sie sich am unteren Rand der Augenbrauen orientieren. Beginnen Sie mit dem Kürzen in der Mitte und schneiden Sie dann zu den Seiten hin. Bei Fransen mit der Schere in einem leichten Winkel von unten in die Spitzen schneiden.

Dauer: ca. 10 bis 20 Minuten.

Wenn Ihnen dafür die Ruhe fehlt: Ponynachschneiden gibt es bei vielen Friseuren als kostenlosen Service und ohne Anmeldung. Es dauert nur ein paar Minuten, und außerhalb der Stoßzeiten kommt man oft sofort dran. So lässt sich auch der Zeitpunkt bis zu einem "richtigen" Friseurbesuch noch etwas hinauszögern.

Pediküre

Ohne die läuft im Sommer gar nichts - schließlich sollen die Füße in Sandaletten, Flipflops oder Sling-Pumps gepflegt aussehen.

Um eines gleich vorwegzunehmen: Alle paar Tage mit Druck die Hornhaut abzuschrubbeln kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch kontraproduktiv - die Haut verdickt sich dann erst recht. Besser ist es, als Vorbeugung regelmäßig eine Hornhaut reduzierende Creme aufzutragen (z. B. "Hornhaut PROFI Reduzierer" von Allgäuer Latschenkiefer, "Hornhaut ReduzierCreme" von Frei) und lediglich vorsichtig alle zwei Wochen mit einem Kunststoff-Bimsstein trockene Stellen abzuschmirgeln.

Unser Vorschlag für eine Blitz-Pediküre: 1. Fußbad nehmen, um die Nagelhaut weich zu machen. Praktisch: Reinigungskonzentrate, die gleichzeitig einen Peelingeffekt haben (z. B. "Clean & Peel" von Artdeco Wellfeet). Ebenfalls zeitsparend: Pflegepeelings aus Meersalz und rückfettenden Ölen (z. B. "One Minute Pedicure" von Alessandro Pedix). Einfach die Füße damit abreiben und abspülen. Sie fühlen sich danach an, als wären sie mit einer Wachsschicht überzogen - cremen überflüssig. 2. Nägel mit der Schere oder einer Pedikürfeile (z. B. von Stiletto) kürzen. 3. Verfärbungen mit einem weichen Buffer (z. B. LCN) entfernen. 4. Base-Coat und darüber Lieblingslack auftragen. Fertig!

Dauer: ca. zehn Minuten.

Wenn Sie noch etwas länger Ihre Ruhe haben wollen: Wer Zeit sparen will, geht zum Podologen oder in ein Kosmetikinstitut.Während die Füße in Form gebracht werden, können Sie z. B. ein Buch lesen. Die Füße sehen, je nach Beanspruchung, hinterher für Wochen gepflegt aus.

Dauer: ca. 30 bis 45 Minuten. Kosten: ca. 17 bis 35 Euro.

Text: Marina Knippel Teaserbilder: Ray Parker

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